Österreich-Division auf Expansionskurs

11. August 2003, 11:17
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Magna will Personalstand von 10.000 Mitarbeitern ausbauen - Wo gehört Stronach was? Eine Zusammenschau

Graz - Der Magna-Autozulieferkonzern von Frank Stronach produziert seit 1988 in Österreich. Durch stetige Expansion nimmt Magna eine zentrale Stellung sowohl im Autocluster Styria als auch in der heimischen Fahrzeugindustrie ein. Die Produktion konzentriert sich auf die Steiermark und Niederösterreich, insgesamt beschäftigt Magna in Österreich über 10.000 Mitarbeiter - Tendenz an den meisten Standorten steigend, wie es seitens Magna hieß.

Von Ateca über Presstec zu Tesma

Im oststeirischen Weiz sind die zu Magna Intier gehörende Magna Auteca mit über 270 Beschäftigten sowie die Magna Presstec mit rund 300 Angestellten (ressortiert Magna-intern zu Cosma) angesiedelt. Erstere stellt elektrische Spiegelantriebe, Spiegel und Kunststoffteile her, die Presstec Pressteile und Schweißbaugruppen. Dazu kommt noch die Automobiltechnik Blau (Magna-Teilbereich Tesma), die mit rund 200 Mitarbeitern Tankkomponenten baut. Bei der ebenfalls zu Tesma gehörenden Weizer Synchro-Tec fertigen rund 30 Personen Dichtheitsprüf- und Automatisationsanlagen.

In der Oststeiermark finden sich auch weitere Magna-Produktionsbetriebe, die zu Magna-Steyr gehören: Die Magna Heavy Stamping in Albersdorf bei Gleisdorf (Bezirk Weiz) produziert Großpressteile und Schweißbaugruppen für Fahrzeuge und hat rund 800 Mitarbeiter. Antriebsstränge werden in Ilz (Bezirk Fürstenfeld) bzw. in Lannach südöstlich von Graz von zusammen über 1.800 Mitarbeitern gefertigt. Neu am Standort Albersdorf ist der Entwicklungsbetrieb Magna Systemtechnik, der sich gerade in der Startphase befindet.

Erfolgreiche Nischenprodukte

Während sich in Oberwaltersdorf südlich von Wien die Firmenzentrale befindet, steht im Süden von Graz die Magna Steyr Fahrzeugtechnik, kombiniert aus der alten Steyr Fahrzeugtechnik und dem früheren Eurostar-Werk von DaimlerChrysler. Hier montieren (in der Endstufe) rund 5.600 Mitarbeiter "Nischenprodukte" wie Saab Cabriolet, Jeep Grand Cherokee, von Mercedes-Benz die E-Klasse, die G-Klasse sowie die M-Klasse und ab 2004 das Sport Utility Vehicle BMW X3.

Im niederösterreichischen Weikersdorf befindet sich das "Doppelwerk" Magna Mirrors und Intier. Eine weitere Niederlassung der Auto-Interior-Gruppe von Magna ist Intier Eybl in Ebergassing, wo über 730 Beschäftigte Kfz-Innenverkleidungen herstellen.

Schwingung und Akustik

Zu Magna Mirrors gehört auch die Thermocraft in Graz, die sich mit zwölf Mitarbeitern u.a. mit der Entwicklung von Elektrolumineszenzfolien für Autospiegel beschäftigt. Am traditionellen Industriestandort im oberösterreichischen St. Valentin bei Steyr arbeiten am Magna Steyr Engineering Center über 250 Beschäftigte an Simulations- und Berechnungssoftware, am Engineering im Bereich Schwingung und Akustik sowie an Getriebe- und Lkw-Engineering.

Bei der Magna Steyr-Zentrale in Oberwaltersdorf befindet sich das Corporate Office Europe mit über 50 Mitarbeitern. Im dortigen Engineering Center beschäftigen sich rund 90 Mitarbeiter mit Automotive Engineering. (APA)

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    Magna: Nicht nur Zulieferer sondern auch Innovationsträger. Im Bild die "Open Sky"-Studie des Audi TT.

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