Magna International blendend unterwegs

11. August 2003, 11:17
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Stronach-Imperium steigert Umsatz und Gewinn - Konzernumbau kommt demnächst auf Schiene

Aurora - Der kanadische Autozulieferer Magna International hat im zweiten Quartal 2003 bei verbesserten Umsätzen mehr verdient. "Wir haben starke Ergebnisse für das zweite Quartal veröffentlicht, trotz eines signifikanten Rückgangs der Fahrzeugproduktion in Nordamerika und der laufenden Kosten zum Aufbau einer beispiellosen Menge an Neugeschäft in diesem Jahr", sagte Konzernchefin Belinda Stronach, Tochter von Konzerngründer Frank Stronach, am Mittwochabend in einer Magna-Presseinformation.

Bei um 17,6 Prozent höheren Erlösen von 3,85 Mrd. US-Dollar (3,38 Mrd. Euro) erreichte der Periodengewinn 174 Mio. Dollar, eine Steigerung um 9,4 Prozent zum Vorjahresquartal. Gleichzeitig hat der Konzern seine Umsatzerwartung für das Gesamtjahr 2003 von 14,3 auf 14,8 Mrd. Dollar erhöht.

Magna will sich in einer außerordentlichen Hauptversammlung am 19. August in Toronto von seinen Aktionären grünes Licht für den geplanten Konzernumbau geben lassen. MI Developments soll als eigene, börsenotierte Gesellschaft abgespalten werden und den Immobilienbereich und den Rennbahnbetrieb umfassen. Dazu würde MI Developments das 59-prozentige Magna-Paket an Magna Entertainment, die im Frühjahr 2004 im niederösterreichischen Ebreichsdorf ihre erste Pferderennbahn in Europa in Betrieb nehmen wird, übernehmen.

An der Börse in Toronto fielen Magna-Aktien der Klasse A am Mittwoch um 1,7 Prozent auf 103,35 kanadische Dollar, obwohl der Autozulieferer mit 1,76 Dollar Gewinn je Aktie im Zweitquartal die Analystenerwartungen von 1,68 Dollar übertreffen konnte. Seit Jahresbeginn legten die Aktien um 17,4 Prozent zu. (APA)

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