Heißes Wasser und kühles Bier

11. August 2003, 16:16
5 Postings

Keine Abkühlung in heimischen Badeseen - Gewässer sind teils wärmer als das Mittelmeer - Lebensgefahr für Fische

Wien - Wer unter der Hitze leidet und nicht arbeiten muss, hat im Prinzip zwei Möglichkeiten: Sich in die Gefriertruhe legen oder weit in den Süden zu fliegen. In Sydney soll es bis Montag auf zwölf Grad abkühlen. Wenig nützt ganz sicher ein Sprung in einen der heimischen Badeseen.

Teilweise wärmer als das Mittelmeer

Die sind nämlich zurzeit teilweise wärmer als das Mittelmeer. Hatte dieses am Donnerstag zwischen 24 und 28 Grad, konnte man am Klopeiner See in Kärnten 29 Grad Wassertemperatur "genießen". In Kärnten gab es überhaupt kein Badegewässer unter 25 Grad. Etwas besser haben es die Salzburger und Tiroler, die können nämlich mancherorts in 19 bis 21 Grad kühles Nass hüpfen.

Lebensgefahr für Fische

Während den Menschen aber immer noch die Gefriertruhe bleibt, wird es für Fische lebensgefährlich, wenn es so heiß bleibt. Bachforellen sterben massenweise, sobald die Temperatur in ihrem Lebensraum 28 Grad übersteigt. Hechte schließen ihre Kiemen ab gut 32 Grad für immer, und Karpfen gehen bei über 35 Grad in die ewigen Laichgründe ein.

Bier im Becher bleibt länger kühl

Wer jetzt dennoch Gusto auf Steckerlfische hat, der sollte sein Bier dazu aus einem Plastikbecher trinken. Diese Erkenntnis verdankt die Menschheit Kollegen Heinz Jaksch von der Austria Presse Agentur, der einen Labortest durchführen ließ. Ergebnis: Gekühlter Gerstensaft hat bei 34 Grad Außentemperatur nach 32 Minuten im Glas schon 14 Grad, in der Flasche 12,5 und in der Dose 12 Grad. Im Hartplastikbecher waren es dagegen 10,5 Grad. (apa, moe, DER SRTANDARD Printausgabe 8.8.2003)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Badeseen in Österreich heizen sich auf

Share if you care.