Eine Milliarde für Bahnausbau

14. August 2003, 13:36
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Schig-Schuldenstand nähert sich der sechs Milliarden-Schwelle - Die Investitionen sind auf Rekordniveau

Wien - Nach einem massiven Investitionsrückgang im Jahr 2001 wurden im Vorjahr über die staatliche Schieneninfrastrukturfinanzierungs-GmbH - kurz Schig - brutto 966 Mio. Euro in den Bahnausbau investiert. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem bisherigen Rekordniveau des Jahres 2000 um 3,5 Prozent.

Heuer soll das Brutto-Investitionsvolumen rund eine Milliarde Euro betragen, wobei netto rund 753 Mio. Euro tatsächlich neu ausgegeben werden. Um diese Summe erhöht sich auch der Schuldenstand der Schig, der sich bereits der Schwelle von sechs Milliarden Euro nähert. Der größte Differenzbetrag zwischen den Brutto- und Nettoinvestitionen ist das Benützungsentgelt der ÖBB in Höhe von 334 Mio. Euro, die die Bahn an die Schig überweisen müssen.

Vielzahl an Projekten

Finanziert werden über die Schig der Streckenneu- und -ausbau, Verkehrsknoten für den Güterverkehr, Bahnhöfe und Güterterminals, Lärmschutzeinrichtungen und Park & Ride-Anlagen. Wichtigste Projekte sind derzeit der viergleisige Ausbau der Westbahn, der zweigleisige Ausbau der Tauernbahn und der Lainzer Tunnel. Jüngst abgeschlossen wurden der Ausbau der Schnellbahnverbindung zwischen Wien und dem Flughafen Schwechat und der steirische Güterterminal Werndorf.

Die Schig warnte am Donnerstag am Rande der Bilanzpressekonferenz vor Mittelkürzungen im Zuge der Bahnreform. "Unsere Sorge ist, dass Mittel für Neuinvestitionen gekürzt werden. Das wäre aber eine Katastrophe", sagte Schig-Vorstand Helmut Falschlehner. Bei Budgetkürzungen müssten angelaufene Projekte wieder eingestellt werden. (miba, DER STANDARD Print-Ausgabe, 8.8.2003)

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    Die Schig baut auch an ihrem Schuldenberg.

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