Justiz kann Möllemann-Dokumente einsehen

8. August 2003, 16:04
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Papiere waren am Todestag des FDP-Politikers beschlagnahmt worden

Bern/Vaduz - Die Dokumente, die nach dem Tod des früheren deutschen FDP-Politikers Jürgen Möllemann in Liechtenstein beschlagnahmt wurden, können der deutschen Justiz übergeben werden. Das Liechtensteiner Obergericht wies eine Beschwerde der betroffenen Curl AG ab. Damit kann die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft die Unterlagen einsehen.

Möllemann war unmittelbar nach Beginn einer internationalen Durchsuchungsaktion am 5. Juni bei einem Fallschirmsprung in den Tod gestürzt. Bei der Großrazzia hatten mehr als 100 Beamte Wohnungen und Geschäftsräume Möllemanns sowie Banken in vier Ländern durchsucht.

Noch am Todestag Möllemanns wurden in Liechtenstein Dokumente in einem Treuhandbüro und auf einer Bank beschlagnahmt, wie Lothar Hagen, Sprecher des Landgerichts, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Die Aktion sei auf Grund eines deutschen Rechtshilfegesuchs erfolgt. Die deutsche Justiz konnte die Unterlagen aus Liechtenstein aber vorerst nicht auswerten. Die Dokumente wurden versiegelt, weil ein Mitarbeiter der Firma Curl AG Beschwerde eingelegt hatte. (APA/sda)

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