Hormontherapie erhöht Risiko von Herzkrankheiten

25. August 2003, 11:56
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US-Studie bestätigt erneut, dass Schaden den Nutzen durch derartige Behandlung überwiegt

Washington - Die umstrittene Hormontherapie für Frauen in den Wechseljahren erhöht einer Studie zufolge das Risiko von Herzkrankheiten. Nach der einjährigen Behandlung mit Östrogen- und Progestinhormonen (Gestagen) waren Frauen anfälliger für Herzerkrankungen, wie eine in der aktuellen Ausgabe der US-Medizinh-Fachzeitschrift "New England Journal of Medicine" veröffentlichte Untersuchung ergab. Die auf acht Jahre angelegte Studie, an der 16.000 Frauen teilnahmen, war nach fünf Jahren abgebrochen worden, weil der Schaden nach Ansicht der ÄrztInnen den Nutzen überwog. Die Hormontherapie wird eingesetzt, um Nebenerscheinungen der Wechseljahre wie Hitzewallungen zu lindern.

Keine Wirkung bei Arterienverkalkung

Eine in der selben Ausgabe der Zeitschrift veröffentlichte Studie ergab, dass die Hormontherapie entgegen bisherigen Annahmen bei Herzpatientinnen nicht gegen Arterienverkalkung (Arteriosklerose) hilft. Bei Frauen, bei denen bereits eine Schädigung der Herzgefäße vorliege, hätten die Hormone keinen entscheidenden Effekt auf das Fortschreiten der Arteriosklerose, ergab die Untersuchung an 226 Frauen, die ihre Wechseljahre bereits hinter sich hatten. Arterienverkalkung erhöht das Herzinfarkt-Risiko. (APA)

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