Andritz meldet stärkeres Ergebnis

10. August 2003, 20:27
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Entgegen Prognosen erarbeitet Maschinenbauer 7,4 Prozent Umsatzplus - Für Gesamtjahr Erlösanstieg und Jahresüberschuss auf Vorjahrsniveau erwartet

Wien - Der börsennotierte steirische Maschinenbauer Andritz konnte sein Betriebsergebnis im ersten Halbjahr 2003 entgegen den Erwartungen der Analysten leicht verbessern. Das EBIT legte im Periodenvergleich geringfügig um 0,6 Prozent auf 17,4 (17,3) Mio. Euro zu. Von der APA befragte Bankexperten hatten einen Rückgang um etwa 4 Prozent auf 16,5 bis 16,6 Mio. Euro prognostiziert.

Das EBITA (Betriebsergebnis vor Firmenwertabschreibung) erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 24,3 (24,1) Mio. Euro, die EBITA-Marge ging angesichts des 7,4-prozentigen Umsatzanstiegs auf 577,0 (537,2) Mio. Euro jedoch auf 4,2 (4,5) Prozent zurück, wie Andritz am Donnerstag im Vorfeld seiner Halbjahres-PK ad-hoc bekannt gab. Das EBITDA (Betriebsergebnis vor Firmenwertabschreibung) verringerte sich um 1,1 Prozent auf 34,9 (35,3) Mio. Euro, und die EBITDA-Marge bildete sich auf 6,0 (6,6) Prozent zurück.

Das Ergebnis vor Ertragssteuern fiel mit 18,1 (17,3) Mio. um 4,6 Prozent höher aus, der Jahresüberschuss nach Minderheiten wuchs um 5,4 Prozent auf 9,8 (9,3) Mio. Euro. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde mit 41,1 (12,0) Mio. Euro beziffert, ein Plus von gut 242 Prozent. Die Investitionen beliefen sich auf 5,7 (6,2) Mio. Euro, der Mitarbeiterstand zum Periodenultimo auf 4.518 (4.499) gegenüber 4.601 Ende 2002.

Vor dem Hintergrund anhaltend schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen habe Andritz im Erstsemester "eine erfreuliche Geschäftsentwicklung" verzeichnet, erklärte der Technologiekonzern. Neben dem Umsatz und dem Jahresüberschuss habe auch der Auftragseingang zugelegt, wodurch der Auftragsbestand mit knapp 1 Mrd. Euro um 24,4 Prozent höher ausgefallen sei.

Umsatzausweitung

Das Umsatzplus von 7,4 Prozent im Halbjahr - die Analysten hatten im Mittel einen marginalen Rückgang erwartet - sei vor allem durch eine kräftige Umsatzausweitung im 2. Quartal um 24,1 Prozent auf 326,7 Mio. Euro zustande gekommen. Dies sei auf den erhöhten Abarbeitungsgrad bei Großprojekten sowie eine positive Entwicklung im Sektor Zellstoff und Papier zurückzuführen.

Der mit 667,1 Mio. Euro um 11,3 Prozent über dem ersten Halbjahr 2002 liegende Auftragseingang resultiere primär aus dem Geschäftsbereich Walz- und Bandbehandlungsanlagen. Im 2. Quartal habe die Andritz-Gruppe mit 316,1 Mio. Euro bereits das fünfte Vierteljahr in Folge mehr als 300 Mio. Euro Auftragseingang verbucht.

Steigerung des Umsatzes erwartet

Für das Gesamtjahr 2003 erwartet Andritz eine Steigerung des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr - damals waren es 1,11 Mrd. Euro gewesen. Der Jahresüberschuss der Gruppe sollte aus heutiger Sicht in etwa das Vorjahresniveau (26,5 Mio. Euro) erreichen, erklärte das Unternehmen in seiner Ad-hoc-Mitteilung. Für die relevanten Märkte Zellstoff, Papier und Stahl sei mit einer moderaten Entwicklung im 2. Halbjahr zu rechnen. Dabei sollte jedoch die Projektaktivität vor allem in China, aber auch in Südamerika und Teilen Europas, zufrieden stellend bleiben.

Wie berichtet hat sich der Andritz-Streubesitz durch das im Juni finalisierte Secondary Public Offering von 15 auf 62 Prozent erhöht, nachdem Finanzinvestoren (UIAG, Carlyle Group, DBAG, GE Capital) 6,09 Mio. Andritz-Aktien bei Privatanlegern im In- und Ausland platziert hatten. Dadurch ist Andritz nunmehr mit rund 1,8 Prozent im ATX gewichtet gegenüber früher 0,6 Prozent. Der Angebotspreis hatte 22,75 Euro betragen. Gestern, Mittwoch, sind die Titel mit 25,50 Euro aus dem Handel gegangen, ein Plus von 0,79 Prozent gegenüber dem Vortag. Damit war Andritz ATX-Tagesgewinner.(APA)

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