Ecuador: Präsident Gutierrez bricht mit Indigena-Partei

8. August 2003, 13:28
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Drei Minister entlassen - "Pachakutik gehören nicht mehr zur Regierung"

Quito - Der ecuadorianische Präsident Lucio Gutierrez hat mit der Indigena-Partei "Pachakutik" gebrochen, mit deren Hilfe er im vergangenen November gewählt worden war. Wie in Quito verlautbart wurde, sind die drei Minister der indigenen Bevölkerung abberufen worden. Die "Pachakutik" gehöre nicht mehr der Regierung an, erklärte Informationsminister Marcelo Cevallos.

Die Pachakutik-Abgeordneten hatten gegen eine Gesetzesvorlage über die Neuordnung der Verwaltung und des Zivildienstes gestimmt. Bereits im Juli hatte Gutierrez die Erziehungsministerin Rosa Maria Torres von der Pachakutik-Partei entlassen. Dies hatte empörte Reaktionen seitens der Vereinigung der Ureinwohner (CONAIE) hervorgerufen.

Über 40 Prozent der mehr als zwölf Millionen Einwohner des südamerikanischen Landes sind Indigenas. Der 45-jährige Linksnationalist Gutierrez hatte bereits Anfang Juli einen weiteren Koalitionspartner, die Demokratische Volksbewegung (MPD) verloren, die ihm einen neoliberalen Kurswechsel zum Vorwurf gemacht hat.

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