Billiges Malariamittel "Lapdap" zugelassen

11. August 2003, 21:10
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London - Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK)hat ein neues billiges Malariamittel entwickelt, das auch für Entwicklungsländer finanziell interessant ist. Nach Angaben von BBC-Online soll eine Behandlungsreihe des Medikaments Lapdap 26 Cent für Erwachsene kosten. Für Kinder soll das Medikament schon um 13 Cent erhältlich sein. Experten hoffen, dass damit die Zahl der Malariaopfer drastisch reduziert werden kann.

Insgesamt erkranken jährlich 300 Mio. Menschen an Malaria. Neun von zehn Malariafällen treten in Afrika auf. Dort sterben fast eine Mio. Menschen daran. Nach Ansicht der WHO könnten auch in Afrika mehr Menschen überleben, wenn es geeignete und vor allem günstigere Medikamente gebe. Bisherige Präparate kosten pro Behandlungsreihe bis zu 46 Euro.

Lapdap ist ein Kombinationspräparat mit zwei bekannten Wirkstoffen und wurde von GSK in Kooperation mit der WHO und britischen Experten entwickelt. Nach ersten Untersuchungen ist das Medikament besser geeignet als ältere Präparate, gegen die vielfach Resistenzen bestehen. Insgesamt hat die Entwicklung von Lapdap fünf Mio. Dollar gekostet. Die Entwicklungskosten haben GSK, die WHO und das UK Department for International Development gemeinsam getragen. Das Medikament soll so schnell wie möglich auch im südlichen Afrika erhältlich sein. (pte)

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