Bayern wollen volle Kontrolle bei Bawag/PSK

8. August 2003, 19:51
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BayernLB auf der Suche nach einem "strategischen Partner"

München - Die Bayerische Landesbank (BayernLB) ist in Österreich auf der Suche nach einem "strategischen Partner", für den heimischen Finanzmarkt und die angrenzenden mitteleuropäischen Länder. Die Bawag/PSK sei wegen des Minderheitsanteils der BayernLB (46,4 Prozent) kein Konzernunternehmen, sagte BayernLB-Chef Werner. Um die Österreich-Aktivitäten strategisch auszurichten, benötige man aber "zumindest eine gemeinsame unternehmerische Führerschaft".

Sollte man diese Führerschaft bei der Bawag/P.S.K. nicht erreichen, dann sei eben ein anderer strategischen Partner erforderlich, sagte Schmidt. Es dürfe jedenfalls nicht sein, dass die BayernLB in solchen Fragen überstimmt werden könne. Die Frage der Partnerwahl für Österreich und Osteuropa sei "noch offen", aber bis Ende 2004 sollte dieses Problem gelöst sein. Voll im Plan liegt man laut Schmidt beim Konzernumbau. Dank Kostensenkungen und einer Neustrukturierung des Risikoportfolios sei das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge im ersten Halbjahr um gut drei Prozent auf 705 Mio Euro gestiegen. Die BayerLB ist durch ihr Kreditengagement bei der insolventen Mediengruppe Kirch in die Bredouille geraten. (Reuters, Der Standard, Printausgabe, 07.08.2003)

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