Wissen: Nachfolgerin der Inquisition

18. August 2003, 19:23
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Die "Römische Kongregation für die Glaubenslehre"

Die "Römische Kongregation für die Glaubenslehre", in einem Renaissancepalais außerhalb der Vatikanmauern in Rom angesiedelt, hat die Aufgabe, "die Glaubens- und Sittenlehre in der ganzen katholischen Kirche zu fördern und zu schützen". Sie besteht aus 28 Mitarbeitern: Kardinälen, Bischöfen und Erzbischöfen aus 14 Ländern.

Diese Kirchenmänner prüfen neue Lehrmeinungen sowie die Rechtgläubigkeit von Büchern und verurteilen jene, die dem Prinzip des Glaubens aus ihrer Sicht widersprechen. Auch für Ehedispense sind sie zuständig.

Die Vorläuferin der heutigen Kirchenbehörde wurde im Jahr 1542 unter dem Namen "Kongregation der Römischen und universalen Inquisition" gegründet. Damals sollte sie die katholische Kirche von den - laut Vatikan - Irrungen der Reformation bewahren. Das Wirken der Inquisition war ob ihrer brutalen Urteile jahrhundertelang gefürchtet: eine Geschichte, die der Leiter der heutigen Kongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, kritisch aufzuarbeiten begonnen hat. (bri/DER STANDARD, Printausgabe, 7.8.2003)

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