Waffenruhe gebrochen: Fünf Tote in Nepal

8. August 2003, 08:48
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Sicherheitskräfte gerieten in Hinterhalt von maoistischen Untergrundkämpfern

Kathmandu - Maoistische Untergrundkämpfer haben im Himalaja-Königreich Nepal fünf Angehörige der Sicherheitskräfte getötet. Wie die nepalesische Armee am Mittwoch bekanntgab, waren die Opfer, darunter ein Polizist und drei Soldaten, in einen Hinterhalt im Panchthar-Distrikt geraten, etwa 280 Kilometer östlich der Hauptstadt Kathmandu. Es handelt sich um die schwerste Verletzung der seit sechs Monaten anhaltenden Waffenruhe. Mehr als ein Dutzend Menschen seien verletzt worden.

Erst am Vortag hatten die Maoisten eine neue Gesprächsrunde ihrer Friedensverhandlungen mit der Regierung vereinbart. Die Rebellen kämpfen seit sieben Jahren für die Abschaffung der konstitutionellen Monarchie. Über 7.000 Menschen wurden in dem Konflikt getötet. Im Jänner hatten die Rebellen einen Waffenstillstand erklärt. (APA/dpa)

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    Die "Nummer zwei" in der Hierarchie der nepalesischen Maoisten: Babu Ram Bhattara.

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