Siemens baut Standort Shanghai für chinesischen UMTS-Markt aus

13. August 2003, 06:57
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30 Mio. Dollar Investition

Der Münchner Elektronikkonzern Siemens will seine Mobilfunkfabrik in Shanghai um die Produktion von UMTS-Technik erweitern und damit das Potenzial des chinesischen Mobilfunkmarkts heben.

Führungsrolle angestrebt

Siemens strebe in China die Führungsrolle für die Mobilfunktechnik der dritten Generation (3G) an und investiere daher 30 Mio. Dollar (26,5 Mio. Euro) in den Ausbau der Fabrik Shanghai Siemens Mobile Communication (SSMC), teilte der Konzern am Mittwoch mit.

China sei mit 234 Mio. Handy-Kunden der größte Mobilfunkmarkt der Welt und Siemens entwickle bereits mit heimischen Partnern den lokalen 3G-Standard TD-SCDMA. "Wir sind damit in China in einer einzigartigen Position, die keiner unserer Wettbewerber bieten kann", betonte Bereichsvorstand Lothar Pauly. Auch habe der Konzern jüngst von China Mobile und China Unicom Aufträge für GSM-Netze im Wert von rund 145 Mio. Dollar erhalten.

UMTS-Netze in England, Italien und Österreich

Siemens Mobile hatte bereits gemeinsam mit dem japanischen Partner NEC die ersten kommerziellen und in Betrieb genommenen europäischen UMTS-Netze in England, Italien und Österreich ausgerüstet. Der Standort Shanghai wird nach Angaben des Konzerns die zweite Produktionsstätte für UMTS-Technik neben dem bayerischen Durach. SSMC beschäftigt rund 2.600 Mitarbeiter und setze im vergangenen Jahr 1,3 Mrd. Euro um. (APA/Reuters)

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