US-Army kauft in Europa ein

14. August 2003, 08:08
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Militär gibt 24,3 Mio. Dollar für IT aus

Die US-Army vergibt zwei Millionenaufträge an das schweizer Halbleiterunternehmen Inficon und den deutschen Softwarekonzern IDS Scheer. Dies wurde aus Presseaussendungen der Unternehmen bekannt. Mit einem Auftragsvolumen von 20 Mio. Dollar wird sich die IDS Scheer in Zukunft der Optimierung der Geschäftsprozesse im Bereich Product Livecycle Management (PLM) bei der US-Army annehmen. Inficon erhält einen Folgeauftrag im Wert von 4,3 Mio. Dollar zur Produktion ihres chemischen Analysesystems HAPSITE, das vor allem bei der US-Nationalgarde zum Einsatz kommt.

Business Process Excellence

IDS Scheer CEO Mathias Kirchmer sieht den US-Großauftrag als Beweis für die führende Position des Unternehmens als Anbieter für Business Process Excellence-Lösungen. Darüber hinaus sei es ein Ausdruck für die Leistungsfähigkeit der Firmensoftware ARIS, die eine weltweit führende Lösung für Geschäftsprozess-Management ist. Den US-Auftrag wird das deutsche Unternehmen mit ihrem Langzeitpartner Enterprise Integration Incorporated (EII) gemeinsam durchführen. Den letzten Auftrag der US-Army hatte die IDS Scheer im November vergangenen Jahres erhalten. Dabei übernahm das Unternehmen die Verbesserung der Anwenderarchitektur und die Anpassung der ERP-Systeme bei der US-Navy und dem Naval Warfare Systems Center.

Vakuum-Instrumenten und Prozesskontrollsoftware

Inficon, ein führender Hersteller von Vakuum-Instrumenten und Prozesskontrollsoftware im Bereich der Halbleiterindustrie, baut durch diesen Folgeauftrag sein Geschäft in den USA weiter aus. Das HAPSITE-System, das für die Weapons of Mass Destruction Civil Support Team (WMD-CST) der Nationalgarde bestellt wurde, zeichnet sich besonders durch die rasche Aufspürung und Analyse von chemischen Stoffen und toxischen Substanzen in der Luft, im Boden und Wasser aus. Derzeit wird es von über 32 Nationalgarde-Teams, die mit mindestens zwei HAPSITE-Systemen ausgestattet sind, verwendet. Inficon Geschäftsführer James Brissenden betonte, dass diese Geräte für das US-Militär wegen seines geringen Gewichtes von großem Interesse sind. Da dieses System nur 15 Kilo wiegt ist es vor allem für schwierigen Feldeinsätze geeignet.(pte)

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