46 Prozent der Handyuser wollen mobile Rufnummernportabilität

14. August 2003, 13:11
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Laut Umfrage von marketagent.com wollen aber nur 6 Prozent den Anbieter in den nächsten sechs Monaten wechseln - Mangelnde Tarif-Transparenz wird als "problematisch" gesehen

46 Prozent der österreichischen Handyuser finden die mobile Rufnummernportabilität, die voraussichtlich Anfang 2004 in Österreich eingeführt wird und eine Mitnahme der Rufnummer inklusive Vorwahl bei einem Betreiberwechsel erlaubt, "sehr interessant". Das geht aus einer Umfrage des Marktforschers marketagent.com hervor, bei der 529 Handyuser ab 14 Jahren Ende Juli befragt wurden. Mehr als zwei Drittel der Befragten sehen jedoch die Unklarheiten bei den Verbindungsentgelten als "problematisch".

"Sehr zufrieden"

Die Hälfte der Befragte ist laut Umfrage mit ihrem Mobilfunkanbieter "sehr zufrieden". Nur 6 von 100 Befragten planen, ihren Anbieter in den nächsten sechs Monaten zu wechseln. Ausschlaggebende Aspekte für einen Wechsel sind vor allem die Verbindungsqualität bzw. Netzabdeckung (74,7 Prozent), die Höhe der Grundgebühr (71,1 Prozent) sowie die Höhe der Verbindungsentgelte innerhalb (63,5 Prozent) und außerhalb (62,9 Prozent) des eigenen Netzes.

Interesse

Sieben von zehn Befragten bewerten die Möglichkeit der Rufnummern-Mitnahme zum neuen Mobilfunkanbieter bei einem Betreiber-Wechsel als "eher interessant". Nur 8,3 Prozent haben überhaupt kein Interesse an der Rufnummernportabilität, die für Geschäftskunden laut Umfrage interessanter ist als für Privatpersonen. Weniger Interesse an der Rufnummernportabilität bekundeten auch Besitzer eines Wertkartenhandys.

Als wesentliche Vorteile der Rufnummernmitnahme werden der Wegfall des Benachrichtigungs-Aufwandes (74,1 Prozent) und die Beibehaltung von Visitenkarten und Briefpapier (59,4 Prozent) gesehen. Preissenkungen erwarten sich nur 22,9 Prozent der Probanden. 11,2 Prozent sehen keine Vorteile durch die Rufnummern-Portabilität.

Mangelnde Tarif-Transparenz wird als "problematisch" gesehen

Knapp 7 von 10 Handy-Nutzern stufen die mangelnde Tarif-Transparenz durch die Rufnummern-Übernahme als zumindest "eher problematisch" ein. Rund die Hälfte der befragten Internet-Nutzern erscheint daher eine aktive Benachrichtigung bei Anrufen zu portierten Nummern als "sehr wichtig". Eine Tonband-Ansage mit Gebühreninformationen vor dem Zustandekommen der Verbindung bewerten 42,3 Prozent als "eher störend".

Knapp 22 Prozent der Befragten können sich laut Umfrage "eher vorstellen", für die Mitnahme der Rufnummer inklusive Vorwahl eine Gebühr zu bezahlen. Für knapp ein Drittel kommt dies auf keinen Fall in Frage. (APA)

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