Hitzewahnsinn könnte zur Regel werden

11. August 2003, 16:14
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Brände in ganz Europa - Emissionswerte steigen - enormer Stromverbrauch durch Klimageräte

Wien - Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb (Boku Wien) ließ am Dienstag mit einer heißen Prognose aufhorchen: Die für diesen Juni gemessenen hohen Mitteltemperaturen von 22 Grad könnten ab 2020 zur Regel werden, sagte sie auf einer Pressekonferenz. Wetterbedingte Extremereignisse würden zunehmen, die finanziellen Belastungen auch.

Keine Abkühlung

Die Kurzfristprognose der Meteorologen bestätigt die Forscherin: keine Abkühlung in Sicht, es bleibt bei gut 35 Grad Celsius. Dienstag wurden bereits erste Warnungen vor Waldbränden auch in Österreich laut. Nach einem Unfall auf der A1 steckten Tausende Autofahrer in einem 20-Kilometer-Stau. Sie wurden mit Wasser versorgt.

Flächenbrände

Die in Portugal und Kanada wütenden Flächenbrände haben bisher kaum an zerstörerischer Kraft eingebüßt (siehe Spezial Waldbrände). Im sonst kühlen Großbritannien fürchten die Eisenbahnbetreiber bereits, dass sich die Schienen verbiegen könnten (siehe Die Briten schmoren in kriechenden Zügen).

Nachfrage nach Klimaanlagen

Die große Hitze steigert die Nachfrage nach Klimaanlagen in Österreich (siehe Run auf Klimageräte bringt Umwelt ins Schwitzen). Das freut die Elektrohändler, bereitet aber den Klimaexperten Sorgen: Der erhöhte Stromverbrauch führe zu mehr Emissionen von Treibhausgasen und trage damit weiter zur Erderwärmung bei, warnen sie. (red, DER STANDARD, Printausgabe)

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