Migration: Zahl der Ausländer in Spanien in vier Jahren verdreifacht

7. August 2003, 18:47
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Auf fast zwei Millionen oder 4,7 Prozent der Wohnbevölkerung - Einwohnerzahl insgesamt um 1,75 Prozent gestiegen

Madrid/Wien - Die Zahl der offiziell in Spanien lebenden Ausländer hat sich in den vergangenen vier Jahren beinahe verdreifacht. Wie die spanische Tageszeitung "El Pais" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf vom Statistikamt INE veröffentlichte Daten des Einwohnerregisters berichtete, lebten mit Stichtag 1. Jänner 2002 fast zwei Millionen Ausländer in Spanien, das sind 4,7 Prozent der Wohnbevölkerung. Allein im Jahr 2001 hat die Zahl der Ausländer um 607.287 zugenommen (plus 44,3 Prozent). Im Jahr 1998 waren lediglich 637.085 Ausländer im spanischen Einwohnerregister eingetragen. Insgesamt die spanische Wohnbevölkerung im Jahr 2001 um 1,75 Prozent auf 41.837.894 Menschen zugenommen.

"Diese Zahlen zeigen, dass die Migrationsströme nicht kontrolliert werden", resümierte der Soziologe Antonio Izquierdo. Das INE geht davon aus, dass die Zunahme der Ausländerzahlen heuer ähnlich stark sein wird. Mehr als die Hälfte der im Jahr 2001 neu in das Einwohnerregister eingetragenen Ausländer stammen aus Lateinamerika (306.862), gefolgt von Afrikanern (105.803), Osteuropäern (91.951) sowie EU-Bürgern (72.503). Proportional die meisten Ausländer lebten auf den Kanarischen Inseln, wo sie 10,8 Prozent der Wohnbevölkerung darstellten. Mit der Eintragung ins Register können auch an sich illegal in Spanien lebende Ausländer Zugang zu Gesundheitsversorgung sowie Schulbildung erhalten.(APA)

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