Polemik über Schwebebahn geht weiter

7. August 2003, 16:15
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Haider bleibt bei Vorwurf gegen Präsident des Umweltdachverbandes Beschimpfung nicht in Klagenfurt, sondern in Bad Kleinkirchheim - Von Landesrat Dörfler bestätigt

Klagenfurt/Wien - Klagenfurt (APA) - Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) hat am Donnerstag seine Aussage, der Präsident des Umweltdachverbandes, Gerhard Heilingbrunner, habe "in leicht betrunkenem Zustand ein Mitglied der Kärntner Landesregierung beschimpft", korrigiert. Dies sei "nicht beim Beach-Volleyball in Klagenfurt, sondern beim Open-Air-Musi in Bad Kleinkirchheim" der Fall gewesen, teilte Haider-Sprecher Karlheinz Petritz am Donnersag der APA mit. "Aber inhaltlich bleibt es beim Vorwurf", sagte Petritz.

Beim "Beschimpften" handle es sich um Landesrat Gerhard Dörfler (F). Dieser bestätigte auf Anfrage den Vorfall und sagte, er sei von Heilingbrunner "auf unflätige Weise" über die Kärntner Umweltpolitik beschimpft worden. "Ich kenne den Präsidenten noch von meiner Zeit bei der Schleppe-Brauerei", sagte der Landesrat.

Mit heftigen Attacken gegen den Präsidenten des Umweltdachverbandes, Gerhard Heilingbrunner, reagiert Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider auf die Proteste des Verbandes gegen die geplante Schwebebahn auf die Pasterze. Haider meinte, er rede mit diesem Menschen nicht, nachdem er "in leicht betrunkenem Zustand" beim Beachvolleyball-Turnier in Klagenfurt ein Mitglied der Kärntner Landesregierung beschimpft habe. Heilingbrunner wies diese Vorwürfe gegenüber der APA zurück.

"Der Herr soll zuerst Manieren lernen, vorher reden wir mit ihm nicht", so Haiders Reaktion. In der Sache lasse er sich von niemandem Denkverbot erteilen, er müsse eine Lösung für den Gletscher geben. Derzeit stehe dort ein erstens häßlicher und zweitens praktisch funktionsunfähiger Lift. Dass es rechtliche Bedenken gebe, könne schon sein, aber "was rechtlich möglich ist, werden wir auch machen".

Heilingbrunner dementierte auf Anfrage der APA nicht nur den behaupteten Vorfall, er habe ein Mitglied der Kärntner Landesregierung beschimpft: "Ich war an diesem Wochenende überhaupt nicht in Kärnten, ich habe in Wien in meinem Weingarten gearbeitet." Bei der angeblichen Attacke könne es sich nur um eine "Kärntner Fata Morgana" handeln, da er eine Veranstaltung wie das Beachvolleyball-Turnier noch nie frequentiert habe. "Und schon gar nicht habe ich betrunken ein Regierungsmitglied beschimpft."(APA)

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