Probleme in schwedischen Krankenhäusern wegen Y2K

2. Jänner 2000, 17:52

Noch am Neujahrstag behoben - Keine Gefahr für Patienten

Stockholm - In drei schwedischen Krankenhäusern haben am Wochenende medizinische Apparate wegen des Jahr-2000-Problems (Y2K) falsche Daten geliefert. Die Überwachungsgeräte für Patienten mit Herzproblemen in Uppsala, Karlstad und Linköping hätten ihre Datumsanzeige nicht korrekt umgestellt und statt Jänner 2000, den Oktober 1969 angezeigt, sagte Lars Lovstad, ein Techniker des Krankenhauses Uppsala der Nachrichtenagentur Reuters.

Das System mit der Bezeichnung "ST-Guard" arbeite mit dem Eletrokardiografen (EKG) zusammen, der die Herztätigkeit überwacht. Wegen der Probleme habe das Personal die EKG-Daten nur jeweils 30 Minuten lang sehen können. Die Herstellerfirma GE Marquette habe das Problem noch am Neujahrstag behoben, sagte Lovstedt weiter. "ST-Guard" arbeite inzwischen wieder normal. Gefahr für die Patienten habe zu keiner Zeit bestanden. Das System werde in insgesamt 15 schwedischen Krankenhäusern eingesetzt.

GE Marquette-Direktor Jonas Kopcke räumte Medienberichten zufolge ein, trotz aller Tests sei ein Teil des Computerprogramms nicht an die Veränderungen für Y2K angepasst worden. Die englische Version der Software sei dagegen entsprechend verändert worden. Deswegen sei das Problem nur in schwedischen Krankenhäusern aufgetreten.(APA/Reuters)

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