Urlauberkolonnen Richtung Adria stehen still

9. August 2003, 21:32
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Blockabfertigung vor Tauern Tunnel seit den frühen Morgenstunden

Wien - Auch diesen Samstag standen die Urlauberkolonnen Richtung Adria laut ÖAMTC auf der Tauern Autobahn (A10) still.

Vor dem Tauern Tunnel wurde Fahrtrichtung Kärnten bereits um zwei Uhr früh Blockabfertigung eingerichtet. Um sechs Uhr früh betrug der Rückstau vor dem Tunnel elf Kilometer Länge, die Anfahrtszeit betrug zwei bis drei Stunden. "Viele Urlauber wollten wohl der Hitze tagsüber entgehen und sind bereits in den Abend- und Nachtstunden aufgebrochen," meint ein ÖAMTC-Sprecher.

Gedulden mussten sich Urlaubsreisende Samstagfrüh auch auf der Fahrt Richtung Ungarn. Am Grenzübergang Nickelsdorf betrug Wartezeit um sechs Uhr etwa zwei Stunden. Richtung Slowenien warteten Autofahrer beim Karawankentunnel eine Stunde.

Umfangreicher Stau im Raum Villach

In Kärnten gab es am Samstag auf der Tauernautobahn (A10) ein zusätzliches Hindernis für den den Reiseverkehr in Richtung Süden. Am Vormittag war kurz nach dem Oswaldibergtunnel bei Villach ein Lkw in Brand geraten. Auch die aus Kunststoff bestehende Ladung fing Feuer. Dies führte in Richtung Italien zu einem Stau von rund zehn Kilometer Länge. Auch auf der Umleitungsstrecke durch Villach geriet der Verkehr immer wieder ins Stocken.

Bei der Ausreise nach Slowenien mussten beim Karawankentunnel (A13) Wartezeiten von rund einer Stunde in Kauf genommen werden. Keine Wartezeiten gab es hingegen trotz starker Ausreise beim Loibltunnel.

Auf der Nordumfahrung Klagenfurt der Südautobahn (A2) gab es auch heute wieder Blockabfertigung. Dies hat der ARBÖ zum Anlass genommen, um seine Pannenhelfer in "Löscheinsatz" zu schicken. Einsatzfahrer mit Landespräsident Rudolf Schober und Vertretern der Asfinag labten die zum Anhalten gezwungenen Autofahrer und Insassen mit kühlen Fruchtsäften.

Heimreiseverkehr setzt ein

Gegen Mittag ließ der Reiseverkehr auf der Tauernautobahn (A 10) in Fahrtrichtung Süden deutlich nach: Um 12.30 Uhr reduzierte sich die Blechkolonne vor dem Tauerntunnel bei Flachau (Pongau) von elf auf fünf bis sechs Kilometer, berichtete Heimo Gülcher vom ÖAMTC. Allerdings nahm der Rückreiseverkehr deutlich zu, vor dem Tauerntunnel in St. Michael im Lungau in Richtung Norden betrug die Warteschlange zwei Kilometer. Beim Autobahnknoten Salzburg Süd rollte der Verkehr nur mehr zähflüssig, es kam zu ersten Staus.

Gesperrt blieb die Tauernautobahn kurz nach dem Oswaldibergtunnel bei Villach wegen eines Lkw-Unfalls, die Blechlawine wuchs auf 14 Kilometer an. Der Autofahrerclub rechnete mit einer Aufhebung der Sperre in Fahrtrichtung Süden gegen 13.00 Uhr.

Die Urlauber haben sich offenbar auf die extreme Hitzewelle eingestellt, das Rote Kreuz Salzburg meldete bisher noch keine großen Einsätze. Auf Salzburger Seite haben sich auf der Tauernautobahn einige Auffahrunfälle mit sehr geringen Sachschäden ereignet, "Stoßstangen fuhren auf Stoßstangen", meldete ein Mitarbeiter der Autobahngendarmerie St. Michael.

In den Nachmittagsstunden werde der Heimreiseverkehr erst richtig einsetzen, warnte Gülcher vom ÖAMTC. Kommende Woche müssen die Schüler aus Schleswig Holstein (D), Hamburg (D) und Dänemark wieder zurück in die Klassenzimmer. Außerdem gehen die Werksferien im Autobilwerk Wolfsburg zu Ende. (APA)

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