Der Anfang vom Ende für Linux?

14. August 2003, 11:35
37 Postings

SCO nennt die Preise für seine Linux-Lizenzen - Server-Lizenz derzeit in Aktion für rund 700 Dollar, Desktop um 200 Dollar

Die SCO Group hat die Preise für die Intellectual Property License for Linux vorgestellt. Die Produktpalette reicht von Server- über Desktop- bis hin zu Multi-Prozessor-Lizenzen. In Europa wird SCO vorerst keine Lizenzgebühren eintreiben – der WebStandard berichtete.

Aktion bis 15. Oktober

Noch bis zum 15. Oktober können Interessierte eine Server-Lizenz zum Aktionspreis von 699 Dollar je Prozessor erwerben, danach wird diese Lizenz mit 1399 Dollar zu Buche schlagen. Kunden erwerben mit dieser Lizenz das Recht auf die Nutzung des geistigen Eigentums von SCO im Linux-Kernel 2.4 und auch für spätere Versionen, so das Unternehmen in einer Presseaussendung.

Desktop und Embedded Linux

Eine Desktop-Lizenz ist schon um 199 Dollar je Rechner zu haben. Für jedes lizenzierte Embedded Linux werden 32 Dollar fällig. Server mit mehreren Prozessoren werden auch mit unterschiedlichen Preisen bedacht – so kostet die Lizent für einen Server mit zwei Prozessoren 1148 Dollar, für einen Server mit acht Prozessoren sind dann schon 4999 Dollar fällig.

Preise sind zu hoch

US-Analysten bezeichneten die Preise in ersten Stellungnahmen als zu hoch und damit als für SCO kontraproduktiv. Sollte die SCO mit den Urheberrechtsansprüchen vor Gericht durchkommen, so rechnen einige Analysten, dass die hohen Lizenzkosten und die SCO-Bedingungen, zum Ende von Linux beitragen könnten. Die SCO kündigte an, dass alle Unternehmen die Linux für kommerzielle Zwecke einsetzen würden aber keine Lizenzgebühren an die SCO entrichten, mit juristischen Konsequenzen zu rechnen hätten. Noch in dieser Woche will sich SCO mit ersten kommerziellen Linux-Anwendern treffen, um ihnen die Rechtslage und das Lizenzmodell zu schildern, so die Mitteilung des Unternehmens.(red)

  • Artikelbild
Share if you care.