UN-Spendenaufruf für Liberia

8. August 2003, 17:51
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Auf der Suche nach 69 Millionen Dollar - Allein ein Drittel davon wird für Lebensmittelversorgung bis Ende des Jahres benötigt

Genf - Der Bürgerkrieg in Liberia hat nach Angaben der UNO zu einer humanitären Katastrophe von schrecklichem Ausmaß und einem völligen Zusammenbruch von Recht und Ordnung geführt. Die UNO braucht 69 Millionen Dollar (60,6 Mill. Euro) für humanitäre Hilfe in dem westafrikanischen Land. Ein entsprechender revidierter Appell wurde am Mittwoch anlässlich einer Geberkonferenz in Genf erlassen. Ursprünglich ging die UNO von einer notwendigen Hilfe im Ausmaß von 43 Millionen Dollar aus.

Allein für die Versorgung von etwa einer Million Menschen mit Lebensmitteln bis Ende des Jahres brauche die UNO 22 Millionen Dollar, teilte das UNO-Büro für Koordination der humanitären Hilfe (OCHA) mit. Das Geld soll weiters vor allem für die Gesundheits- und Wasserversorgung, für Unterkünfte und sanitäre Anlagen sowie für Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt werden. UNO-Hilfsorganisationen forderten die Konfliktparteien in Liberia auf, ihnen Zugang zu den Menschen zu gewähren, die dringend Hilfe brauchten. Rund 70 Prozent des Landes ist seit Monaten von jeglicher Hilfe abgeschnitten.

Die Eskalation der Kämpfe im Juni habe zur Vertreibung von hunderttausenden von Menschen geführt, erklärte OCHA. Allein in der liberianischen Hauptstadt Monrovia lebten heute 450.000 Vertriebene. Seit Mai sind 40.000 Menschen in die Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) geflüchtet. Liberia hat drei Millionen Einwohner. (APA/sda)

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