Rumsfeld: "Vergrößerung der US-Armee nicht von Nöten"

6. August 2003, 21:26
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US-Verteidigungsminister: Soldaten könnten personell durch verschiedene Maßnahmen entlastet werden

Washington - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat Forderungen nach einer Vergrößerung der US-Streitkräfte indirekt eine Absage erteilt. Die Stärke einer Armee sei eine "interessante" Größe, aber nicht "bestimmend", sagte Rumsfeld am Dienstag in Washington. Dies hätten Analysen des US-Generalstabs ergeben. Angesichts der mit massivem Truppeneinsatz verbundenen Einsätze in Afghanistan und im Irak hatten hochrangige US-Militärs zuvor eine Aufstockung der derzeit 480.000 Mann umfassenden US-Bodentruppen gefordert. Derzeit sind fast 150.000 US-Soldaten im Irak stationiert, weitere 10.000 in Afghanistan.

Rumsfeld betonte, dass die US-Streitkräfte auf verschiedene Weise entlastet werden könnten, ohne dass eine Vergrößerung notwendig werde. So könnten im Irak weitere Einheimische als Polizisten rekrutiert werden und so zur Stabilisierung des Landes beitragen. Vorstellbar sei auch eine Reduzierung der US-Friedenstruppen in Bosnien und im Kosovo. Zudem könnten weitere bisher von Militärs erfüllte Aufgaben an Zivilisten übertragen werden. (APA)

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