Wiederaufbau der Ölindustrie kostet mehr als eine Milliarde Euro

7. August 2003, 11:54
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Kosten werden durch Sabotage und Plünderungen in die Höhe getrieben

Washington - Der Wiederaufbau der vom Krieg zerstörten irakischen Öl- und Gasindustrie wird etwa 1,14 Milliarden Dollar (1,006 Mrd. Euro) kosten. Das stellte ein am Dienstag veröffentlichter Bericht irakischer und US-Experten fest. Die Kosten würden zusätzlich durch Sabotage und Plünderungen seit dem Kriegsende in die Höhe getrieben, stellte der Bericht fest. Verfasser des so genannten Arbeitsplans sind Vertreter des irakischen Ölministeriums, der alliierten Zivilverwaltung, der Halliburton-Tochter Kellogg, Brown and Root (KBR) und des Ingenieurkorps der US-Armee.

Das meiste Geld wird demnach der Wiederaufbau der Förderanlagen auf den großen Ölfeldern im Norden und Süden verschlingen: Auf insgesamt 652 Millionen Dollar schätzen die Experten die Kosten. Es gebe bereits zwei Ausschreibungen. Die USA hatten nach heftiger Kritik Anfang Juli millionenschwere Ölverträge im Irak neu ausgeschrieben. Bei den Zwei-Jahres-Verträgen in Höhe von bis zu 500 Millionen Dollar geht es unter anderem um das Löschen brennender Ölquellen und die Wartung von Pipelines und Raffinerien.

Die USA waren in die Kritik geraten, nachdem eine Tochter des Ölkonzerns Halliburton im März den Zuschlag für die Arbeiten erhalten hatte. Halliburton wurde zwischen 1995 und 2000 von US-Vizepräsident Dick Cheney geleitet. (APA/AFP)

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