Kompromiss bei Filmauswahl

11. August 2003, 19:57
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Streit um Mutter-Teresa-Filmfestival in Kalkutta beigelegt

New Dehli - Der Streit um das Mutter-Teresa-Filmfestival in Kalkutta ist beigelegt. Die "Missionarinnen der Nächstenliebe" und die Veranstalter einigten sich bei einem Treffen unter Vorsitz des Erzbischofs von Kalkutta, Lucas Sirkar, auf die Streichung eines umstrittenen Films aus dem Festival-Programm. Der Streifen "Hell's Angel", der auf Christopher Hitchins Buch "Die Missionarsstellung: Mutter Teresa in Theorie und Praxis" basiert, soll nun nicht gezeigt werden.

Verzerrend

Dominique Lapierres Werk "Im Namen von Gottes Armen" bleibt dagegen im Programm. Erzbischof Sirkar befand, gegen diesen Film sei "nichts einzuwenden". Der Postulator des Seligsprechungsprozesses, Bischof Salvador Lobo, hatte gefordert, beide Beiträge zu streichen. Die Filme verzerrten die Arbeit der Ordensgründerin in schwer wiegender Weise, so Lobo.

Die Seligsprechung der Friedensnobelpreisträgerin findet am 19. Oktober in Rom statt. Zu diesem Anlass widmet die indische Sektion der internationalen katholischen Organisation für Radio, Fernsehen und Film "Signis" der 1997 verstorbenen Ordensgründerin ein internationales Film-Festival, bei dem zahlreiche Spielfilme und Dokumentationen über Mutter Teresas Leben und Schaffen gezeigt werden sollen. (APA)

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