Südtirol: "ff-Media" plant dritte deutschsprachige Tageszeitung

14. August 2003, 11:12
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Ab September mit einer Auflage von 15.000 Stück

Der Bozener Verlag "ff-Media", bisher als Herausgeber des Wochenmagazins "ff - Südtiroler Wochenmagazin" bekannt, will sich im September an die Herausgabe einer dritten deutschsprachigen Südtiroler Tageszeitung wagen. Dies habe die Präsidentin des Verwaltungsrates der ff-Media, Magdalena Amonn, bestätigt, berichtet die "Presse". Die Zeitung soll ein "Vollangebot" an den Leser mit Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport bieten.

Zunächst will man mit einer Auflage von 15.000 Stück in den derzeit von den "Dolomiten" (Athesia-Verlag) dominierten Südtiroler Zeitungsmarkt einsteigen, hieß es weiter. Neben den "Dolomiten" gibt es derzeit in Südtirol mit der "Neuen Südtiroler Tageszeitung" noch eine weitere Zeitung.

Start in heikler Phase

Als Angriff auf die "Dolomiten" (Auflage zwischen 40.000 bis 55.000 Stück) will Amonn das Projekt jedoch nicht verstanden wissen. Viel mehr wolle man ein "Komplimentärangebot" zum Platzhirsch mit einem eigenen Konzept bieten. "Je mehr Zeitungen es gibt, desto besser", meint Amonn. Dass man mit dem Projekt in einer auf Grund der Werbeflaute sehr heiklen Phase starte, sei Amonn bewusst. Dennoch sei die Finanzierung des neuen Blattes gesichert.

Der "ff-Media"-Verlag befindet sich zu 60 Prozent im Familienbesitz der Geschwister Magdalena und Thomas Amonn. Der Rest ist auf mehrere lokale Südtiroler Investoren aus der Druck-, Bau- und Investmentbranche aufgeteilt.

Redaktionssitz in Bozen

Der Sitz der Redaktion der Zeitung soll in Bozen sein. Auch das Amt des Chefredakteurs sei bereits vergeben, berichtet die "Presse" weiter. Über Personalia schweigt man sich bei "ff-Media" jedoch aus. Nicht ausschließen könne man, dass man sich beim Personal der "Dolomiten" bedient. Eine Ausweitung des Vertriebs auch auf Österreich werde derzeit überlegt. (APA)

"Sportlich und gelassen"

"Konkurrenz belebt das Geschäft", sagte "Dolomiten"-Chefredakteur Toni Ebner. Erst die Praxis werde zeigen, ob der Südtiroler Zeitungsmarkt mit einem Potenzial von 265.000 Lesern eine dritte Tageszeitung vertrage.

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