Super Speicher, nur die Uhr dran stört

10. August 2003, 20:28
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Laks' 128-MB-Uhr im Alltagstest - Nebstbei stellt sich die Frage, wer in Zeiten wie diesen überhaupt noch eine Uhr braucht

Wien - Die gute Nachricht: Das Ding funktioniert. Einwandfrei. So wie man sich das von einem Speicher erwartet: 128 brave MBs, per USB und Plug & Play anzufahren - sowohl am Mac daheim als auch auf der "Dose" im Büro.

Aber alles andere wäre sowieso eine Zumutung. Man ist mittlerweile ja schließlich verwöhnt. Und die vom Süßwarenhersteller Manner mit dem Terminator-Spot bespielte Werbegeschenk-Uhr von Laks mit dem integrierten 128-MB-Speicher wäre andernfalls in der Kiste mit den Spielzeuggeschenken für die Kinder der Verwandtschaft gelandet.

Schlechte Nachricht: Das Ding ist unpraktisch. Unförmig. Wegen des gebogenen Uhrbandes. Das soll sich wohl angenehm um den Arm legen. Nur: Ich trage seit Jahren keine Armbanduhr. Und bin nicht allein: "Uhr? Hab' ich keine. Schon ewig", sagt unser Ferialpraktikant. Die Zeit? Liest er vom Handy ab.

Am Abend zuvor: Umschau in den Sommerkneipen. Überall liegen Telefone. Alle zeigen die Zeit. Deutlich weniger Leute tragen Armbanduhren, als noch vor ein paar Jahren.

"Das ist nicht bloß eine Privatempirie", bestätigt der Jugend- und Trendforscher Manfred Zentern (T-Factory): "Handys werden immer mehr als Uhren und Wecker verwendet." Mobilspeicher würden eher in Handys Sinn machen. Nebenbei: Die Uhr funktioniert auch als Uhr. "Geht die eh richtig?" fragte die Fotografin - und war damit die erste, die auf das Ziffernblatt schaute. Sie selbst trägt keine Armbanduhr. Seit Jahren. (Thomas Rottenberg, Der Standard, Printausgabe, 06.08.2003)

  • Eine Uhr als Speichermedium - Laks Memory
    foto: laks

    Eine Uhr als Speichermedium - Laks Memory

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