Anschläge seit dem 11. September 2001

10. August 2003, 15:44
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Westliche Einrichtungen im Visier von Attentätern

Paris - Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sind wiederholt Bürger oder Einrichtungen westlicher Staaten weltweit das Ziel von Attentaten geworden. Die Nachrichtenagentur AFP gibt einen Überblick über die schwersten Anschläge:

23. Jänner 2002: In der pakistanischen Hafenstadt Karachi wird der US-Journalist Daniel Pearl entführt. Am 21. Februar wird der US-Botschaft in Karachi ein Videoband zugespielt, das die Enthauptung Pearls zeigt.

17. März: Im Diplomatenviertel der pakistanischen Hauptstadt Islamabad explodiert in einer protestantischen Kirche eine Granate und tötet fünf Menschen. Unter den Toten sind zwei US-Bürgerinnen. Von 46 Verletzten kommen 33 aus dem Ausland.

11. April: Bei einem Anschlag auf der tunesischen Insel Djerba werden 21 Menschen getötet, unter ihnen 14 deutsche Touristen. Für das Attentat vor der Ghriba-Synagoge soll die Terrororganisation El Kaida verantwortlich sein.

8. Mai: In Karachi reißt ein Selbstmordattentäter 14 Menschen mit in den Tod, unter ihnen elf französische Ingenieure. Der Attentäter lenkte sein mit Sprengstoff beladenes Auto gegen einen Bus vor einem Hotel.

14. Juni: Bei der Explosion einer Autobombe vor dem US-Konsulat in Karachi werden zwölf Pakistaner getötet und etwa 50 weitere Menschen verletzt. Sechs Mitarbeiter der Botschaft erleiden leichte Verletzungen.

6. Oktober: Ein mit Sprengstoff beladenes Boot rammt das französische Tankschiff "Limbourg" vor der Küste Jemens. Ein Seemann kommt ums Leben.

12. Oktober: Bei einem Doppelanschlag auf zwei von Touristen besuchte Nachtclubs auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali sterben 202 Menschen. Unter den getöteten zumeist westlichen Ausländern sind mehr als 80 Australier und sechs Deutsche.

28. November: Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Hotel im kenianischen Mombasa sterben 18 Menschen, unter ihnen drei israelische Touristen und die drei Attentäter. Fast gleichzeitig verfehlen zwei Raketen ein mit 261 Menschen besetztes israelisches Charterflugzeug, das von Mombasa aus startet.

13. Mai 2003: Bei einem zeitlich abgestimmten Mehrfach-Attentat auf Wohngebiete von westlichen Ausländern in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sterben 34 Menschen, 194 werden verletzt. Unter den Toten sind mindestens sieben US-Bürger.

17. Mai: 44 Menschen werden bei einer Attentatswelle in der marokkanischen Hafenstadt Casablanca getötet, unter ihnen zwölf Selbstmordattentäter. Etwa hundert Menschen werden verletzt. Die insgesamt fünf Explosionen gelten ausländischen und jüdischen Einrichtungen.

5. August: Die Explosion einer Autobombe vor dem Marriott-Hotel in der indonesischen Hauptstadt Jakarta tötet mindestens 13 Menschen, unter ihnen drei Ausländer. Rund 150 Menschen werden verletzt. Die Regierung macht "Terroristen" für den Anschlag verantwortlich. (APA/AFP)

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