"Starmania NG": Casting geht in die Schlussphase

14. August 2003, 11:06
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12.000 wurden begutachtet - Siegerkür am 23. Jänner 2004

Die Castings für die Fortsetzung der Quoten trächtigen ORF-Show "Starmania" gehen in die entscheidende Phase. Noch bis 10. August dauert die zweite Auswahlrunde in vier österreichischen Städten, vom 29. bis zum 31. August fällt im dritten Durchgang in Wien die endgültige Entscheidung über die Kandidaten von "Starmania NG" ("NG" für "The New Generation"). Insgesamt wurden rund 12.000 Kandidaten begutachtet, die Erfolg versprechendsten Newcomer werden nun genauer unter die Lupe genommen. 48 Gesangstalente dürfen schließlich in den TV-Vorrunden auftreten.

Countdown

Wie es in den Castings zugeht, zeigt der ORF am 19. September in der Doku "Starmania. Der Countdown". "Starmania. Der Auftakt" läuft eine Woche später. Die Casting-Jury setzt sich aus der Künstlerin und Managerin Marika Lichter, Ö3-Wecker-Lady Daniela Zeller, dem Choreograf und Tänzer Alamande Belfor, Musical-Experten Thomas Frank sowie Christoph Rücker, Chef des Independent Labels E-Magine Entertainment, zusammen.

Ab 3. Oktober werden die Nachfolger von Michi, Christl und Boris jeweils am Freitag um 21.10 Uhr in ORF 1 in sechs Qualifikations- und zehn Finalrunden gegeneinander antreten und um die Gunst des Publikums und einen Plattenvertrag singen. In der Vorrunde treten je acht Kandidaten gegeneinander an, zwei - nämlich jene, die die meisten Telefon- und SMS-Stimmen erhalten - steigen ins Finale auf. Die Finalrunde mit den letzten zwölf Kandidaten startet am 14. November. Die Siegerin oder der Sieger von "Starmania NG" soll schließlich am 23. Jänner 2004 gekürt werden. Arabella Kiesbauer fungiert neuerlich als Moderatorin.

Große Erwartungen

Im ORF setzt man auf die Neuauflage der Casting-Show große Erwartungen. Vor allem dank "Starmania", neben der "Millionenshow" einer der Renner der ORF-Unterhaltung, konnte der öffentlich-rechtliche Sender im Jänner und Februar Traum-Marktanteile von über 50 Prozent erzielen. Die zweite Auflage des Formats könnte den ORF-Quoten, die zuletzt in den Sommermonaten Juni und Juli rückläufig waren, im Herbst einen neuen Schub geben, meinen etwa Mediaplaner.

Kritik

Rund um die erste Staffel von "Starmania" gab es auch Kritik. Zu kommerziell, lautete der Hauptvorwurf. Der Bundeskommunikationssenat hatte im Mai festgestellt, dass der ORF mit Werbeaktivitäten wie dem Product Placement bei "Starmania" gegen das ORF-Gesetz verstoßen habe. "Es ist nicht Sinn des gesetzlichen Auftrags, ein elitäres A-Schicht-Programm zu machen", meinte dazu ORF-Generaldirektorin Monika Lindner. Außerdem habe ihr "noch niemand klar machen können, was an diesem Format nicht öffentlich-rechtlich sein soll". Bei der Finanzierung solcher Programme müsse man sich zwar auch "kommerzieller Mittel" bedienen, aber "selbstverständlich im Rahmen des Gesetzes", so Lindner. "Aber die Leute erwarten sich auch eine gewisse Aura von solchen Sendungen." (APA)

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