"Kuss-des-Lebens"-Erfinder tot

7. August 2003, 13:57
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Der weltberühmte österreichische Mediziner Peter Safar 79-jährig in den USA gestorben - seine Mund-zu-Mund-Beatmung rettet Millionen das Leben

London/Pittsburgh - Der Mediziner Peter Safar ist zwar namentlich nicht jedermann ein Begriff gewesen, aber seine Erfindung hat wahrscheinlich Millionen Menschen das Leben gerettet. Der in Österreich geborene Arzt hat die Mund-zu-Mund-Beatmung zur Reanimation entwickelt. Nun ist Safar 79-jährig in der Nähe von Pittsburg in Pennsylvania verstorben, berichtet BBC-Online unter Berufung auf die American Heart Association.

Ausgewandert

Safar, der in den 20-er Jahren in Österreich geboren wurde und ein Nazi-Konzentrationslager überlebte, wanderte nach dem 2. Weltkrieg in die USA aus. Gemeinsam mit seinem Kollegen James Elam hatte Safar die Technik der respiratorische Reanimation, die so genannte Mund-zu-Mund-Beatmung entwickelt. Sein "Kuss-des-Lebens", wie die Kollegen die Technik nannten, wurde in den 60-er Jahren mit der kardiopulmonalen Reanimation (CPR) kombiniert. Bevor Safar die Methode der Mund-zu-Mund-Beatmung entwickelte, waren verschiedene dubiose Methoden zur Wiederbelebung Gang und Gebe. Dazu zählte etwa die Verwendung heißer Asche um den Körper mittels Schock wieder zu beleben oder heftiges Schlagen. Safar war auch Mitbegründer der World Association for Disaster and Emergency Medicine (WADEM) im Jahre 1976, darüber hinaus arbeitete er als Professor für die Pittsburgh Medical School. (pte)

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    Der Vater der modernen Reanimation, Peter Safar, am 21. Mai 1997 im Rahmen einer Feier in Wien. Safar starb Sonntag im Alter von 79 Jahren in Pittsburg.

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