Audi jubelt über Absatzrekord

8. August 2003, 12:05
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Dennoch weniger Gewinn - Plus 82 Prozent in China

Ingolstadt - Trotz eines Absatzrekords hat die VW-Tochter Audi im ersten Halbjahr 2003 ein Viertel weniger Gewinn gemacht. Der starke Euro ließ das Ergebnis nach Steuern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 386 auf 289 Mio. Euro schrumpfen, wie der Konzern am Dienstag in Ingolstadt berichtete. Mit 387.767 verkauften Autos erzielte Audi den bisher höchsten Absatz. Vorstandschef Martin Winterkorn sah kein rasches Ende der Branchenflaute: Es sei schwierig, das Jahresergebnis auf dem hohem Niveau der Vorjahre zu halten.

Das anhaltende Konjunkturtief und der für Exporte ungünstige Wechselkurs wirkten weiterhin belastend, führte Winterkorn aus. Mit einer Erholung sei nicht vor 2004 zu rechnen. Auf den weltweiten Automobilmärkten verschärfe sich der Wettbewerb und werde verstärkt über Preise ausgetragen. In Deutschland könnten allerdings neue Modelle und die gestoppte Diskussion um eine höhere Dienstwagensteuer schon in den kommenden Monaten für leichte Verbesserung sorgen. Viele Fahrzeuge seien zudem überaltert.

Luxuswagen A8 läuft gut

Winterkorn zeigte sich optimistisch, im Gesamtjahr 2003 einen neuen Rekord bei den Auslieferungen aufstellen zu können. Der Konzern werde weiter Kosten sparen. Die hohen Investitionen in den neuen A3 und A6 sollten sich zudem beim Jahresergebnis auszahlen.

Im ersten Halbjahr habe sich Audi trotz Kaufzurückhaltung gut behauptet, sagte Winterkorn. Der Umsatz verbesserte sich um 1,8 Prozent auf 11,449 Mrd. Euro. Den Angaben zufolge läuft der neue Luxuswagen A8 gut. Der überarbeitete A3 sei dabei, den erfolgreichen Vorgänger zu überholen. Am besten verkaufte sich erneut der A4, nämlich fast 171.000 Mal. Die zweithöchsten Absatzzahlen lieferte der A6 mit mehr als ausgelieferten 78.200 Fahrzeugen.

Plus 82 Prozent in China

Von Jänner bis Ende Juni lieferte der Audi-Konzern einschließlich der italienischen Handelsgesellschaft Autogerma weltweit 512.644 Fahrzeuge aus, das sind 1,3 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten 2002. Die Tochtergesellschaft Lamborghini verkaufte mit 239 Autos 39 Prozent mehr. Insgesamt produzierte der Audi-Konzern 378.074 Autos (plus 4,1 Prozent) und 693.217 Motoren (plus 6,7 Prozent).

In Deutschland sank die Zahl der verkauften Audis um 4,1 Prozent auf 121.033. Allerdings konnte der Marktanteil von 7,4 Prozent auf Vorjahresniveau gehalten werden. Im restlichen Europa und in den USA setzten die Ingolstädter weniger Fahrzeuge ab.

Im Wachstumsmarkt China legte der Audi-Absatz um 82 Prozent auf 29.412 Autos zu. Die Lungenepidemie Sars wirkte sich nicht negativ aus. Die Zahl der Mitarbeiter kletterte auf 52.348 weltweit.(APA/AP)

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