Erste Bank weiter mit Zuwächsen im E-Banking

13. August 2003, 07:00
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Rege Nachfrage nach Kontostand-Informationen und Bausparabschlüssen im Internet

Weiter regen Zulauf zu ihren modernen Vertriebskanälen sieht die Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen. Die Zahl der Internet-Kundenzugriffe verzeichne Steigerungen, im ersten Halbjahr 2003 habe man 9,3 Mio. elektronische Kundenkontakte registriert, sagte der Leiter des Bereichs Vertriebssteuerung, Peter Bosek, am Dienstag vor Journalisten in Wien.

Mehr Online-Überweisungen

In den ersten sechs Monaten konnten um 14 Prozent mehr Erste-Kunden von Online-Banking Gebrauch machen, die Zahl der Online-Überweisungen soll sich heuer um mehr als 10 Prozent steigern. In einigen Bereichen sollen sich die Nutzungszahlen sogar vervielfachen, erwartet die Erste Bank, etwa beim Abschluss von Bausparverträgen im Internet.

Der durchschnittliche Online-Kunde greift vier Mal monatlich elektronisch auf sein Konto zu. Jeder zweite davon kommt aber auch regelmäßig in die Filiale, unabhängig vom Alter, unterstreicht Erste Bank-Vorstand Elisabeth Bleyleben-Koren.

Wünsche

Um den Kundenwünschen Folge zu leisten, hat die Erste Bank-Gruppe ihr Angebot im so genannten E-Banking erweitert. Seit Anfang August bieten die Erste und die Sparkassen das Produktpaket "Sparen online" an, das den Abschluss von Bausparverträgen und das Eröffnen von Profit- und Bonus-Konten online ermöglicht. Per "Spar-Check" können Kunden die ihren Bedürfnissen am besten entsprechende Sparform ermitteln.

Ein neuer "Transaktionscode" (TAC) soll die Online-Nutzung erleichtern. Dabei ersetzt ein selbst gewählter gleich bleibender Code die bisher vorgebenen und ständig wechselnden Transaktionsnummern (TAN) und ermöglicht das Durchführen von Aufträgen bis zu einem Tageslimit von 1.000 Euro.

Erste-Kunden können künftig auch Produkte der s-Versicherung und Leasingverträge der s-Autoleasing im netbanking und phonebanking einsehen. Zudem können jederzeit Detailinformationen über Restlaufzeit oder den Restwert eines Vertrages abgerufen werden. Über ein personalisiertes Postfach erhalten Kunden aktuelle Nachrichten, wichtige Mitteilungen werden gleich nach dem Login angezeigt.

Besonders beliebt bei Internet-Nutzern sei die Möglichkeit, sich per SMS oder E-Mail über den aktuellen Kontostand informieren zu lassen. Bis Ende Juni gab es 745.000 Zugriffe auf dieses Service, während es im gesamten Jahr 2002 "nur" 260.000 Zugriffe gab. Im netbanking kann auch ein juristisch gültiger Kontoauszug heruntergeladen werden. Per Mausklick können Rechnungen bezahlt oder reklamiert werden, die Erste Bank legt als "elektronischer Briefträger" die Abrechnungen im Auftrag der Rechnung stellenden Unternehmen in das netbanking des Kunden. In zwei Monaten hätten sich mehr als 4.000 Kunden für dieses Service angemeldet.

Für Kommerzkunden und Freie Berufe Speziell für Kommerzkunden und Freie Berufe hat die Erste Bank die Möglichkeit für Eilüberweisungen, Kollektivzeichnung und die Durchführung von Einzügen geschaffen.

Der Kontozugriff per Telefon ist mit 52.000 Kundenkontakten im ersten Halbjahr auf den letzten Platz innerhalb der Rund-um-die-Uhr-Zugriffsmöglichkeiten abgerutscht. Das "phonebanking" werde großteils von einer anderen Kundenschicht genutzt als E-Banking, sagte Bosek. (APA)

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