Bombenanschläge von Islamisten in Indonesien und auf den Philippinen

10. August 2003, 15:44
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Hamburg - In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Menschen den Anschlägen islamistischer Fanatiker und Separatisten in der pazifischen Inselregion Indonesiens und auf den Philippinen zum Opfer gefallen. Die schwersten Attentate:

10. Mai 2003: Bei einem Bombenanschlag werden auf einem Marktplatz in der südphilippinischen Stadt Koronadal City mindestens 13 Menschen getötet. Hinter dem Anschlag wird die radikale Moro-Islamische Befreiungsfront (MILF) vermutet, die im Süden des überwiegend katholischen Landes für einen eigenen islamischen Staat kämpft.

6. März 2003: In der Wartehalle des Flughafens der südphilippinischen Stadt Davao explodiert ein vermutlich in einem Rucksack versteckter Sprengsatz. 20 Menschen sterben. Obwohl sich die militante Moslemgruppe Abu Sayyaf zu dem Anschlag bekennt, wird die MILF als Drahtzieher verdächtigt.

24. Dezember 2002: Ein vermutlich von der MILF gelegter Sprengsatz tötet in der südphilippinischen Stadt Datu Piang 13 Menschen, unter ihnen der Bürgermeister.

5. Dezember 2002: In einem mit Gästen überfüllten McDonalds- Restaurant in der mehrheitlich muslimischen Stadt Makassar in Indonesien explodiert ein mit Schwarzpulver, Nägeln und Metallkugeln präparierter Sprengsatz. Drei Menschen sterben. Es werden Verbindungen der Attentäter zu den Drahtziehern des Anschlags von Bali im Oktober 2002 vermutet.

12. Oktober 2002: Insgesamt 202 Menschen sterben auf der indonesischen Ferieninsel Bali bei Bombenattentaten auf die Discothek "Sari Club" und eine benachbarte Bar. Ausgeführt wurde das Attentat von der radikalen Muslimorganisation Jemaah Ismaliyah, die Verbindungen zur El Kaida haben soll.

2. Oktober 2002: Drei Philippiner und ein US-Soldat werden in der südphilippinischen Stadt Zamboanga City bei der Detonation eines Sprengkörpers getötet, darunter der der Terrorgruppe Abu Sayyaf zugerechnete Attentäter. (APA/dpa)

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