Akihito, Kaiser von Japan

Kolumne22. November 2013, 16:36
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Mercedes, Prince Motor und Toyota belieferten das japanische Kaiserhaus mit ihren Luxuslimousinen

Mercedes-Benz lieferte die ersten Luxuslimousinen für den ­japanischen Kaiserhof, drei Spezialanfertigungen des Großen Mercedes 770 wurden ab 1932 spendiert.

Die Prince Motor Co., eine Nissan-Tochter, wurde dann 1965 Hoflieferant. Als erstes ja­panisches Kaiserauto wurde der Prince Royal gebaut. Zunächst ließen sich Kaiser Hirohito und Kaiserin Kōjun im Royal chauffieren, ab 1990 Kaiser Akihito und Kai­serin Michiko.

Der Royal sollte schlicht, aber staatstragend daherkommen. So verzichtete man zwar auf ein Landaulet, der Tenno thronte dafür auf einem erhöhten Rücksitz aus noblem Velours, der Fahrer in einem mittels Scheibe getrennten Séparée. Kommuniziert wurde über Autotelefon.

Toyota, übernehmen Sie!

Für bequemen Einstieg sorgten Türen, die sich im 90-Grad-Winkel öffnen ließen. Weil die Wartung der Edellimous Nissan zu aufwändig wurde, übernahm 2006 Toyota und stellte dem Kaiserpaar den Century Royal vor die Palasttür.

Der Einstieg der Spezialanfertigung ist aus Granit, die Sitze sind mit feinstem Wollgarn überzogen, die Deckenleuchte mit handgeschöpftem Papier verkleidet. (Jutta Kroisleitner, DER STANDARD, 22.11.2013)

  • Toyota stellte dem Kaiserpaar 2006 den Century Royal vor die Palasttür.
    foto: reuters

    Toyota stellte dem Kaiserpaar 2006 den Century Royal vor die Palasttür.

  • Toyota Century Royal
    foto: ラハール

    Toyota Century Royal

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