Forscher beobachten Gammastrahlenblitz der Superlative

21. November 2013, 20:14
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"Monster-GRB" ereignete sich am 27. April diesen Jahres

Innsbruck/Wien - Er war heller, energiereicher und länger als jeder andere Gammastrahlenblitz (GRB), der bis jetzt beobachtet wurde. Nun beschreiben Astrophysiker in gleich vier Arbeiten im Fachjournal "Science" das Ereignis, das am 27. April 2013 stattfand und prompt als "Monster-GRB" bezeichnet wurde.

Hochenergetische Gammastrahlen aus den Tiefen des Alls sind für Astronomen von besonderem Interesse. Sie eröffnen Einblicke in neue Phänomene, da sie von "den wildesten und unverstandensten Mechanismen" in der Tiefe des Weltalls erzeugt worden sind, wie der an den Publikationen beteiligte Innsbrucker Astrophysiker Olaf Reimer erklärt. Konkret könnten sie etwa durch den Kollaps eines massiven Sterns in ein Schwarzes Loch entstehen.

Die Helligkeit des beobachteten "Monsters" war etwa 50-mal größer als der bisher hellste GRB, hatte 95 Gigaelektronenvolt (GeV) und dauerte 20 Sekunden - alles neue Rekordwerte. Das Problem: Ein derartiger GRB stimmt nicht vollständig mit den derzeit gültigen Modellen überein, da die Energie zu hoch war. (tasch, APA/DER STANDARD, 22.11.2013)

  • Künstlerische Darstellung eines Gammastrahlenblitzes.
    illustration: nasa

    Künstlerische Darstellung eines Gammastrahlenblitzes.

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