Apple II kehrt nach 33 Jahren aus Katmandu zurück

Half bei der Rettung des Augenlichts vieler Menschen - war Geschenk von Jobs an Seva Foundation

Laurene Jobs, Witwe des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs, hat vor kurzem einen Apple II-Rechner erhalten. Dabei handelt es sich nicht nur einfach um eine alte Rarität, sondern einen Computer mit besonderer Geschichte – spielte er doch eine Rolle darin, das Augenlicht von 3,5 Millionen Menschen zu retten, wie die New York Times berichtet.

Das Gerät hatte einst Larry Brilliant, der schon lange mit der Jobs-Familie befreundet ist, erhalten. Er hatte 1978 die Seva Foundation ins Leben gerufen, die sich das Ziel gesetzt hatte, operative Behandlungen von grauem Star auch für arme Menschen verfügbar zu machen. Brilliant tritt der weitläufigen Meinung entgegen, Jobs hätte kein Interesse für Philanthropie besessen und sich wenig für karitative Arbeit interessiert.

5.000 Dollar als Kickstart

"Ich akzeptiere die Einladung, ein 'Mitglied' von Seva zu werden, von ganzem Herzen", schrieb Steve Jobs in einem Brief an die Gründer der Organisation. "Bitte lasst mich wissen, wenn ich auf irgende Art behilflich sein kann." Zuvor hatte er, der auf dem Weg war, Millionär zu werden, einen 5.000-Dollar-Scheck ausgestellt, der laut Brilliant andere Geldgeber angespornt hatte, ebenfalls beizutragen, sodass am Ende rund 20.000 Dollar für den Start des Unterfangens zur Verfügung standen.

"Das sind fünf Megabyte!"

Um 1980 herum schenkte Jobs schließlich den Apple II-Rechner. Er sollte helfen, statistische Daten von Augenoperationen in Nepal auszuwerten. Dafür legte Jobs eine Kopie einer frühen Version von VisiCalc bei und eine externe Festplatte, welche damals die größte ihrer Art gewesen sein soll. "Du wirst nie den ganzen Speicher aufbrauchen können", soll Jobs gesagt haben. "Das sind fünf Megabyte!"

Bis heute hat Seva 3,5 Millionen Menschen das Augenlicht bewahrt. Etwas, das ohne der Spende von Jobs laut Brilliant so wohl nicht passiert wäre. Gleichzeitig entstand auf dem Apple-Rechner auch die Inspiration für das frühe Online-Netzwerk "The Well". Als ein Hubschrauber mit mehreren Augenärzten an Bord aufgrund eines Motorfehlers abstürzte, hielt sich Brilliant mit dem Hersteller, US-Kollegen und der WHO über einen primitiven Chat via Modem in Verbindung.

Rückkehr

Seit seiner Ausmusterung stand der Apple II im Lagerraum eines Spitals in Katmandu. Nach 33 Jahren hat er nun seinen Weg "nach Hause" gefunden. Jobs hätte, so er länger gelebt hätte, sich aktiver karitativen Zwecken zugewandt, gibt sich Brilliant überzeugt.

Im Gegensatz zu ihrem Mann geht Laurene Jobs mit ihren philantropischen Aktivitäten öffentlicher um. Sie verwaltet ein Vermögen von geschätzt elf Milliarden Dollar und gilt als Unterstützerin einer liberalen Immigrationsreform, Bildungsbelangen und strikteren Waffengesetzen. (red, derStandard.at, 21.11.2013)

  • Steve Jobs wurde nachgesagt, nicht besonders viel Wert auf Philanthropie zu legen.vergrößern (600x400)
    foto: ap

    Steve Jobs wurde nachgesagt, nicht besonders viel Wert auf Philanthropie zu legen.

Share if you care.
Posting 1 bis 25 von 90
1 2 3
hmmm ... nett aber plakativ.

Denn eine Graue-Star-OP "rettet nicht das Augenlicht" da Grauer Star nicht zur Erblindung führt und es grundsätzlich keine Rolle spielt, ob die eingetrübte Linse früher oder später entfernt wird. Es gibt hingegen Augenkrankheiten die sofort operativ behandelt werden müssen weil sie sonst wirklich zum Verlust des Augenlichts führen (dazu gehören viele Formen von Blutungen auf der Retina und Ablösungen der Retina). Aber ja doch, Apple muss sich halt immer in Szene setzen ...

hmmm ... besserwissersisch aber voll daneben.

aha ... man ist also besserwisserisch und voll daneben ...

wenn man leere Wort-Floskeln zumindest im Ansatz hinterfragt. Es ist natürlich weder ultracool, noch megageil, ach ja und es gibt dafür auch keine APP ...

You must be fun at parties.

hardly ever go to parties ...

and don't understand your posting, sorry.

dieses geraet wird frueher auf ebay verhoekert

weil irgend ein parasit ja schliesslich ordentlich mitschneiden will

"The Well"

Da hatte ich in meinen Jugendjahren auch ein Benutzerkonto...

Auch wenn ich damals nicht wusste, was ich damit machen sollen - und mir die Historische Bedeutung des Benutzerkontos nicht bewusst war - kommen dennoch nostalgische Gefühle hoch. SEUFZ.

Offensichtlich fällt keine der Apple Freunde/Feinde auf, dass man Kathmandu nicht so schreibt... Gratulation an die wunderbare Web-Standard Redaktion. Ohne Zweifel zeigt man wieder einmal das hohe Niveau.

stimmt, man schreibt es ???????? ... diese Ignoranten aus den Web- und Technik-Ressorts immer ... (oder: die Transliteration ist ein Hund)

hmmm ... kein UTF-8 hier in der Kommentareingabe ...

Ja das stimmt wohl, aber ich finde man könnte dann zumindest die Deutsche Namensbezeichnung richtig schreiben. Und ja das kann man von einer Zeitung die sich selbst als Qualitätszeitung betrachtet schon erwarten.

Und bezüglich Web-und Technik-Ressorts wäre es zumindest schön, dass die Berichte in diese Richtung immer fundiert wären... Aber wenn man sich so manchen Technikbericht (apo ausgenommen) durchliest dann hat man mehr den Eindruck bei einem Hausfrauenklatsch zu sein. ;)

warum da nicht auf weitere artikel verlinkt wird...passt ja perfekt zum thema!!!

http://derstandard.at/138137373... octor-away

Und zum Geburtstag 2014: Wie Steve Jobs über den See Genezareth wandelte.

gewandelt wäre – inzwischen wäre er ein besserer mensch.

Ein kleiner Bericht, eine simple Botschaft

aber es reicht einigen schon wieder, um mit Schaum vor dem Mund am Rechner zu sitzen und alle Welt daran teilhaben zu lassen. Dankeschön.

Wer die Motivation eines Steve Jobs besser verstehen möchte, bekommt vielleicht hier ein paar Antworten von ihm selbst:

http://www.ted.com/talks/ste... u_die.html

PS: Nein, ich bin kein Apple-Jünger und besitze kein iPhone

Dieser Bericht ist so widerlich - EINEN Computer hat er EINER Hilfsorganisation geschenkt - was für ein Wundertäter! Und wieviele hat er in seinen Fabriken umgebracht mit seinen von ihm geduldeten Arbeitsbedingungen? Wenn er wenigstens die Hälfte seines Vermögens verschenkt hätte wäre das bewundernswert - also keine Heiligsprechung von mir!

Bist privat auch so blöd?

Ruhe auf den billigen Plätzen!

Ruhe, wenn du nichts signifikantes zu sagen hast - das hättest schon früher beherzigen sollen.

*Unsere*Hasstirarden bringen nichts, schaden uns beiden.

"Du wirst nie den ganzen Speicher aufbrauchen können", soll Jobs gesagt haben. "Das sind fünf Megabyte!"

Wow! 5 Megabyte! Na das kann tatsächlich kein Mensch völlig aufbrauchen.

ADAC ist auf 2 Floppy Laufwerken gelaufen, ohne hdd...

JeDE Armbanduhr hat heute mehr Speicher...

und der öamtc, ohne hdi?

na vor 30 Jahren waren 5 MB ziemlich viel.

Und hat der Vorposter was gegenteiliges behauptet?
Heutzutage ist es genauso viel wie damals. 5 MiB bleiben 5 MiB, und schreiben Sie mal ein Buch das 5MiB belegt.

Vor etlichen jahren kam eine mutter mit ihrem sprössling auf die uni, weil sie den referatstext nicht mehr aufbrachten: dose, ms word, 10MB.

NICHT, dass es hier nicht Leute gebe, denen das NIE passieren kann - nur vonwegen Buch mit 5MB …

Posting 1 bis 25 von 90
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.