Wieder mehr Optimismus

20. November 2013, 14:55
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Österreichische Unternehmen schauen trotz nahezu unveränderter Geschäftslage wieder positiver in die Zukunft

Seit dem letzten Vertrauensindex vom Prüfungs- und Beratungsunternehmen EY im April hat sich die Geschäftslage der österreichischen Betriebe kaum verändert. Dennoch sehen Unternehmer wieder optimistischer in die Zukunft. Weiterhin beurteilen nur etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen (55 Prozent; April 2013: 54 Prozent) ihre Geschäftslage als positiv. Jedes zweite Unternehmen rechnet aber damit, dass sich seine Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten verbessern werde. Chancen sehen die Manager vorwiegend im technologischen Fortschritt, in einer baldigen Erholung der österreichischen Wirtschaft und in der Globalisierung. Vor allem China werde als weiterhin rasant wachsender Markt gesehen. Sorgen bereiten den Geschäftstreibenden hingegen die zunehmende Bevölkerungsalterung sowie die hohen Energiepreise. Für die halbjährlich durchgeführte Studie wurden 200 österreichische Unternehmen telefonisch befragt.

Hoffnungsmarkt China

Auch die Konjunktur in Österreich werde zuversichtlicher bewertet, 33 Prozent der Unternehmen bewerten die aktuelle Lage der österreichischen Wirtschaft positiv (April 2013: 25 Prozent).  Für die Zukunft liegt die Hoffnung der österreichischen Unternehmen neben dem technologischen Fortschritt und der generellen Erholung der heimischen Wirtschaft vor allem auf neuen Märkten. „Immer mehr Manager setzen auf die Globalisierung und auf den Wirtschaftsboom in den Schwellenländern. Als fruchtbarsten Boden für gute Geschäfte betrachten die heimischen Manager China. Osteuropa und Nordamerika – die vormals klassischen Expansionsmärkte für österreichische Unternehmen – belegen hingegen die hintersten Ränge im Ranking“, erklärt Helmut Maukner, Country Managing Partner von EY Österreich die Ergebnisse.

Demografische Alterung und Staatsverschuldung rücken laut Umfrage stärker in den Fokus. Zwei von drei befragten Unternehmen zeigen sich darüber besorgt. Das sind um 20 Prozentpunkte mehr als noch im April. „Die rasant zunehmende Bevölkerungsalterung gewinnt auch für die Unternehmer mehr und mehr an Brisanz. Auffallend ist jedoch, dass dieser Aspekt so massiv rasch in die Höhe geschnellt ist. Aber auch die Staatsverschuldung bereitet den Managern wieder mehr Sorgen. Regierungen wird nur wenig Vertrauen entgegengebracht. Die heimische Politik hat demnach also dringenden Handlungsbedarf und sollte die Sorgen der österreichischen Unternehmer ernst nehmen“, so Maukner.

Obwohl die wahrgenommene Gefährdung der heimischen Wirtschaft durch die Euro-Krise etwas zurückgegangen ist, glauben immer noch mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent), dass die Schuldenkrise negative Auswirkungen auf Österreichs Konjunktur haben könnte. Ganze 76 Prozent sehen darin sogar eine Bedrohung für das eigene Unternehmen – im April lag dieser Wert noch bei 69 Prozent. Gleichzeitig glauben nur vier von zehn Befragten (42 Prozent) an die Lösung der Krise. Der Fortbestand des Euro wird hingegen kaum mehr angezweifelt. Beinahe drei von vier Managern (72 Prozent) gehen davon aus, dass die Währung mittelfristig weiterexistieren wird. (red)

  • Die Geschäftslage sei unveränderter angespannt, in die Zukunft werde dennoch optimistischer geblickt, so der aktuelle EY Vertrauensindex.
    foto: istockphoto

    Die Geschäftslage sei unveränderter angespannt, in die Zukunft werde dennoch optimistischer geblickt, so der aktuelle EY Vertrauensindex.

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