Öffentliches Bewusstsein für COPD steigt

19. November 2013, 11:05
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Gegenüber neun Prozent im Jahr 2003 gaben heuer 40 Prozent der Befragten an, von COPD schon gehört zu haben

Das öffentliche Bewusstsein für die Lungenkrankheit COPD wächst. Schätzungen zufolge sind 400.000 Österreicher davon betroffen, etwa eine Million haben ein erhöhten Risiko an dieser "zerstörenden Lungenkrankheit" zu erkranken.

Bekannt war COPD allerdings lange Zeit wenig. "Eines der beginnenden Symptome der Erkrankung ist Husten, aber da es ein sehr häufiges Symptom ist, wird selbst der chronischer Husten als Warnsignal wenig wahrgenommen", so Sylvia Hartl, Past Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP), anlässlich des COPD-Welttages am 20. November. Um das zu ändern, wird seit März die ÖGP-Initiative Atmenstatthusten in Fernsehen und Internet beworben.

"Mut machender Erfolg"

Die Webseite verzeichnete seit dem Start der Kampagne 32.000 Besucher. "Über tausend haben auch um Rat gefragt, indem sie eine E-Mail gesendet haben und dort ihre Symptome geschildert haben", beschreibt Hartl. Eine von der ÖGP in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage zeigt: Die Bekanntheit der Lungenkrankheit ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Gegenüber neun Prozent im Jahr 2003 gaben heuer 40 Prozent der Befragten an, von COPD schon gehört zu haben.

Als weiterer Schwerpunkt wurde ein Online-Selbsttest zur persönlichen Risikoberechnung erstellt. Dieser Service wurde laut ÖGP von 11.577 Menschen genutzt. Mehr als 62 Prozent hätten dabei laut Auswertung ein "leicht erhöhtes Risiko". "Mehr als die Hälfte der Menschen hat ein leichtes Risiko, was alleine durch das Rauchen und die Hustensymptomatik hervor kommt", erklärte Hartl die Ergebnisse. 

Deutlich erhöhtes Risiko bei 12,2 Prozent

12,2 Prozent würden ein "deutlich erhöhtes Risiko" auf COPD aufweisen, bei 21 Prozent seien "keine Hinweise" auf die Krankheit gegeben. Interessantes Detail: 4,1 Prozent der Getesteten sind Raucher, bei denen aber "keine Hinweise" auf COPD gegeben seien.

Um COPD-Patienten besser zu unterstützen, soll ab 2014 eine kostenlose App für Android und iOS die Betroffenen begleiten. Neben persönlichem COPD-Tagebuch sollen auch Erinnerungen an Medikamenteneinnahme, Arzttermine oder Atemübungen eingespeichert werden können. Die App soll so als mobiler Patientenpass fungieren. (APA/red, 19.11.2013)

  • Eines der beginnenden Symptome für COPD ist Husten.
    foto: apa/helmut fohringer

    Eines der beginnenden Symptome für COPD ist Husten.

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