13Magnus: Resistance erringt Sieg bei "Ingress"-Event in Wien

18. November 2013, 13:02
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Auch in Dallas erfolgreich – Enlightened dominieren Nebenstandorte

Erstmals fand vergangenen Samstag ein offizieller Event zum Augmented-Reality-Spiel "Ingress" in Wien statt. Den Zweikampf der beiden Fraktionen im Rahmen von 13Magnus konnte die Resistance klar für sich entscheiden. Der Widerstand war auch am zweiten Hauptspielort des Tages, Dallas, erfolgreich. Die Enlightened wiederum konnten Erfolge an den meisten Nebenschauplätzen verbuchen.

Wie geplant startete der Event um 13 Uhr am Schwarzenbergplatz mit einem Zusammenkommen und der Registrierung der Teilnehmer. Insgesamt wurden 330 Anmeldungen vor Ort verzeichnet, die tatsächliche Anzahl an Spielern dürfte durch unangemeldete Partizipanten aber merkbar höher gewesen sein.

Für die beiden Fraktionen begannen die Vorbereitungen an diesem Tag freilich schon früher. So errichtete die Resistance am Vorabend und in der Nacht zahlreiche Level-8-Portale in der Innenstadt und anderen Bereichen von Wien. Die Enlightened eröffneten den Vormittag mit einem letzten Organisationstreffen und einer Level-8-Farm im Belvedere.

Vier Cluster, vier Messungen

Die vier Cluster – jene Bereiche, in welchen der Punktestand ermittelt wurde – waren bereits wenige Tage davor bekannt gegeben worden. In diesen kämpften die Spieler nacheinander um die Dominanz der vorhandenen Portale sowie um Punkte durch die Errichtung von Links und Feldern. Jeweils fünf Portale ("Volatile Portals") pro Areal versprachen Sonderpunkte.

Gemessen wurde jeweils zwischen der vollen Stunde und fünf Minuten danach zu einem zufälligen Zeitpunkt, beginnend um14 Uhr im ersten Cluster, der sich rund um den Schwarzenbergplatz erstreckte. Hier eroberten die Enlightened drei der fünf Volatiles, die Resistance eines, dafür jedoch die deutliche Mehrheit normaler Portale.

Resistance mit Überzahl und Feld

Kurz vor Messbeginn schaffte es der Widerstand außerdem mit außerhalb der Stadt operierenden Teams ein Feld über Wien zu errichten. Dieses existierte bis zum zweiten Messzeitpunkt und bescherte der blauen Fraktion insgesamt 200 zusätzliche Punkte. Feldpläne der Enlightened scheiterten sowohl ein einem unvorhergesehenen Sperrlink eines eigenen Spielers als auch an der Überzahl der Resistance in Sachen Autoteams.

Dem Widerstand war es zudem gelungen, in deutlicher zahlenmäßiger Überlegenheit aufzutreten, wobei hierzu keine genauen Zahlen vorliegen. So waren neben Spielern aus ganz Österreich auch Resistance-Agenten aus dem benachbarten Ausland angereist – auch aus der Schweiz, wo in Zürich als Nebenstandort ebenfalls gespielt wurde.

Die Enlightened erhielten dank internationaler Unterstützung und einer unglücklich getimten Aktion der amerikanischen Resistance Punkte für die bessere Entwicklung in der globalen "Mind Unit"-Wertung im Rahmen des Events. Diese errechnet sich aus der Größe aktuell bestehender Felder der jeweiligen Fraktion.

694 zu 492 - Gesamtrückstand jedoch gewachsen

Gegen 17:30 verkündete Anne Beuttenmüller, Vertreterin der "Ingress"-Entwicklerfirma Niantic Labs, das offizielle Endergebnis: 694 zu 492 Punkte für die Resistance. Auch am zweiten Hauptschauplatz des Tages, Dallas, war man mit 546 zu 455 erfolgreich. Mit San Antonio und Austin sackte man zudem zwei der Nebenstandorte ein.

In Graz, Zürich, Bratislava und Houston behielten jedoch die Enlightened die Oberhand – überrascht zeigten sich mehrere Resistance-Spieler insbesondere von der Niederlage in der steirischen Landeshauptstadt. In Bezug auf den Gesamtpunktestand erwies sich allerdings vor allem das Ergebnis in Bratislava als relevant. Dort siegten die zahlenmäßig enorm überlegenen Enlightened mit 758 zu 77 Punkten und trugen damit wesentlich dazu bei, dass die grüne Fraktion ihren Vorsprung im Gesamtevent am 16. November um knapp 400 Punkte ausbauen konnten. Insgesamt führen die Erleuchteten nun mit 11.388 zu 6.646 Punkten.

Lange Vorbereitung

"Wir gratulieren der Resistance zum wohlverdienten Sieg und danken für das Fairplay und die gute Stimmung am Schlachtfeld", richtet Nicole Morgenroth-Mann, vulgo "creepz", von der Wiener Enlightened-Fraktion aus. Sie betont, dass ihre Fraktion sich trotz der gegnerischen Überzahl gut gehalten habe und dankt vor allem auch der Unterstützung aus dem Ausland.

Involviert in die Planungs- und Vorbereitungsarbeiten der Resistance war Server- und Storagespezialist Oliver Blesgen, der unter dem Nicknamen "zorni" spielt. Die Planung, so Blesgen, begann bereits am 28. September und verliefen zu Beginn chaotisch. Letztlich konnte jedoch ein neunköpfiges Organisationsteam aufgestellt werden, das sich unter anderem um die Einteilung der Teams und die Entwicklung einer Spielstrategie kümmerte.

Er lobt die hohe Mobilisierung seiner Fraktion, sowohl was ausländischen Support betrifft als auch die Reaktivierung von inaktiven Spielern. Erfreut zeigt er sich auch über das Gelingen der Feldaktion.

Lob für Organisation

Positives Feedback von beiden Seiten gibt es für die Organisation Seitens Niantic. Der Ablauf des Events war trotz potenzieller Störfaktoren wie Weihnachtsmärkten und einer Demonstration am Ring flüssig und weitestgehend problemfrei. Einer der Cluster war zudem vorab aufgrund des Inputs mehrerer Spieler korrigiert worden.

Ausblick

Abzuwarten bleibt, wie das Spiel bis zum Ende von 13Magnus am 14. Dezember weiter verläuft. Dass die Resistance den Gesamtrückstand wettmachen kann, gilt als unwahrscheinlich. Gleichzeitig werden beide Fraktionen jedoch von einer zweiten Aufgabe auf Trab gehalten, gilt es doch noch, Jarvis-Shards an ihre Zielportale in San Francisco (Enlightened) und Buenos Aires (Resistance) zu bringen.

Mit dem Sieg in Wien und Dallas konnte der Widerstand beide bislang existierenden "RedX"-Geräte einheimsen. Dabei handelt es sich um rote Ausgaben des Moto X-Smartphones, welche Hinweise auf das Auftauchen der nächsten Jarvis-Splitter enthalten. Bislang sind fünf der insgesamt 13 Stücke an verschiedenen Orten weltweit aufgetaucht. (Georg Pichler, derStandard.at, 18.11.2013)

Anmerkung: Der Autor spielt unter dem Nick peorg als Enlightened-Agent in Wien.

  • Start war am Schwarzenbergplatz, offiziell meldete sich über 300 Spieler an.
    foto: google

    Start war am Schwarzenbergplatz, offiziell meldete sich über 300 Spieler an.

  • Am Ende des Tages behielt die Resistance in Wien klar die Oberhand.
    foto: google

    Am Ende des Tages behielt die Resistance in Wien klar die Oberhand.

  • Die Wertungen vom 16. November im Detail.
    foto: niantic

    Die Wertungen vom 16. November im Detail.

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