Abholzung des Amazonas-Regenwaldes um 28 Prozent gestiegen

Ansichtssache15. November 2013, 09:18
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Rio de Janeiro - Die Bemühungen zum Schutz des weltgrößten Regenwalds im Amazonasbecken haben einen Rückschlag erhalten: Die Abholzung hat im vergangenen Jahr rasant zugenommen. Wie die brasilianische Regierung am Donnerstag auf Basis einer Satellitenfoto-Auswertung mitteilte, wurden bis Ende Juli 28 Prozent mehr Waldfläche zerstört als im Jahr zuvor. Die abgeholzte Fläche summierte sich auf 5.843 Quadratkilometer.

In den vorangegangenen zehn Jahren hatte die Abholzung stetig abgenommen. Die Gründe für die Zunahme der Zerstörung sind vielfältig. Neue Forstgesetze haben bei Großgrundbesitzern Unsicherheit darüber geschaffen, wie viel Wald sie erhalten müssen. Hohe Preise für Agrarprodukte auf den internationalen Märkten erhöhen den Druck. Zudem roden Kleinbauern die Waldflächen in der Umgebung großer Infrastrukturprojekte wie Eisenbahnen, Straßen und Staudämme, die sich gerade im Bau befinden. 

Waldbestand weltweit geschrumpft

Wie sich der weltweite Waldbestand in den Jahren zwischen 2000 und 2012 veränderte, zeigt eine interaktive Karte der Universität Maryland in den USA. Mit der Hilfe von Google Maps wurden darin 650.000 Satellitenbilder verarbeitet und die Veränderungen lassen sich bis auf 30 Meter heranzoomen.

In dem untersuchten Zeitraum verlor die Erde eine Gesamtfläche an Wald in der Größe der Mongolei. Das entspricht rund 2,3 Millionen Quadratkilometer an Bäumen, die durch Abholzung, Krankheit, Feuer oder Stürme zerstört wurde. Zeitgleich wuchs der Wald allerdings um 800.000 Quadratmeter weltweit, was unterm Strich einem Nettoverlust von 1,5 Millionen Quadratkilometer entspricht. "Das ist die erste Karte der Waldveränderung, die global stimmig und lokal relevant ist", sagt der Leiter des Projektes, Professor Matthew Hansen von der Universität Maryland, zu BBC. (red/APA, 15.11.2013)

 

Legende
Verlust an Waldfläche 2000–2012
Gewinn an Waldfläche 2000–2012
Gewinn und Verlust gleichzeitig
Gesamtfläche

foto: reuters/nacho doce

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