Dacia Duster frisch vom Friseur

17. November 2013, 17:31
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Die äußeren Veränderungen für Dacias erfolgreichen SUV fielen dezent aus, dafür gibt es jetzt einen neuen Downsizing-Benziner

Der Duster, Dacias Sports Utility Vehicle, geht in seine zweite Generation. Dazu wurden einige Details verändert, punktuell auch bis in die Substanz hinein. Es gibt nämlich einen neuen Motor, der den jüngsten Kriterien von Downsizing entspricht. Der 1,2-Liter-Benziner hat vier Zylinder und einen Turbolader mit Direkteinspritzung. Er leistet 125 PS und bietet ein Drehmoment von 205 Nm ab 2000 Touren.

Mit diesem relativ sparsamen Aggregat wird auch der Benziner in einem SUV salonfähig. Das ist doch eine wichtige Ansage. Aus Verbrauchsgründen bevorzugte das Publikum in dieser Fahrzeugkategorie bisher die Diesel. Wobei der Begriff SUV eher nur für das Auftreten gilt. Denn lediglich den starken Diesel gibt es auch tatsächlich mit Allradantrieb. Der neue Benziner ist genauso wie alle übrigen Motorisierungen nur mit Frontantrieb zu haben.

Fensterheber jetzt in der Türverkleidung

Die äußerlichen Veränderungen halten sich in Grenzen. Sie betreffen den Kühlergrill vorne, der nun eine Wabenstruktur aufweist, die Rückleuchten in neuem Design und die Dachreling. In diesen Punkten wurden also keine un­nötigen Fleißaufgaben gemacht. Dankbar annehmen wird man die neue Anordnung der Fensterhe­berschalter, die von der Mittelkonsole dort hinwanderten, wo sie hingehören, nämlich in die Türverkleidung.

Weil Sparsamkeit in dieser Fahrzeugklasse in vielschichtiger Weise interpretiert wird, gibt es nun auch im Duster, genauso wie bereits im Sandero und Logan, die sogenannte Eco-Taste, mit der man bewusst Motorleistung und Motordrehmoment und Klimaanlage zurücknehmen kann, um sohin weniger Sprit zu verbrauchen. Passieren kann aber trotzdem nix, denn wenn man das Gaspedal voll durchdrückt, etwa um ein Überholmanöver sicher abzuschließen, schaltet sich der Eco-Modus automatisch weg.

Ausstattung wird besser

Dass es so manche Selbstverständlichkeit im Duster bisher gar nicht gab, nimmt man mitunter erst jetzt wahr, da es sie nun doch gibt, teils serienmäßig, teils gegen Aufpreis. Dies betrifft etwa die akustische Einparkhilfe hinten oder den Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzung.

Wer den Allradantrieb wirklich braucht, bekommt auch eine solide technische Lösung, die aus der Allianz Renault-Nissan stammt. Zusätzlich zur Tatsache, dass sich der Hinterradantrieb bei Schlupf an den Vorderrädern über eine elektromagnetische Kupplung selbst zuschaltet, gibt es auch noch einen echten 50:50-Allradmodus fürs Gelände.

Wie sein Vorgänger vermittelt der Duster ein sehr solides Grundgefühl. Das heißt, substanziell hält dieses Auto durchaus, was es durch sein Auftreten verspricht. Vielleicht ist der Duster gerade wegen der weitgehenden Abwesenheit von elektronischen Helfern am ehesten zukunftssicher. (Rudolf Skarics, DER STANDARD, 15.11.2013)

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Dacia

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

  • Der Kühlergrill hat eine neue Wabenstruktur bekommen ...
    foto: dacia

    Der Kühlergrill hat eine neue Wabenstruktur bekommen ...

  • ... und die Rückleuchten haben ein neues Design.
    foto: dacia

    ... und die Rückleuchten haben ein neues Design.

  • Auch innen vermittelt der Duster ein solides Grundgefühl.
    foto: dacia

    Auch innen vermittelt der Duster ein solides Grundgefühl.

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    grafik: der standard
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