"Jeder ist anders"

24. November 2013, 11:45
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Mit seinem aktuellen Film kritisiert Regisseur Erwin Wagenhofer unser Bildungssystem. Sein Erziehungs-Abc reicht von A wie "angstfrei aufwachsen" bis Z wie "Zukunft"

Viele Eltern haben Angst, dass aus ihren Kindern nichts wird, und Angst ist bekanntlich kein guter Ratgeber. Wenn Kinder angstfrei aufwachsen, gibt es später auch weniger Abhängigkeiten.

Die, die zu uns eine Beziehung aufgebaut haben, haben uns weitergeholfen und uns Mut gemacht.

Dann stimmt die Chemie, und es ist mehr möglich, als wir zu denken wagen.

Disziplin hat nichts mit Druckmachen zu tun, denn die Disziplin kommt aus dem Bewusstsein, die Kontrolle kommt aus der Angst.

Eltern sollten Energie geben, und Energie führt zur Synergie.

Fehler sind die besten Lehrmeister und Freunde die beste Lebensversicherung.

Nur wer seine Gabe kennt und lebt, kann geben. Dann wird vieles gelingen .

Haltung kann man nicht unterrichten, Haltung muss man vorleben. Humor ist auch nicht falsch.

Intuition und Inspiration sind Vater und Mutter der Innovation.

Jeder ist anders. Das ist gut.

Konkurrenz erzeugt Sieger und Verlierer, Kreativität bringt Neues.

Loslassen und Liebe sind der größte Luxus, ...

... dafür braucht es vor allem Mut, Macht erzeugt Not und ist daher ...

... für eine Neuorientierung wenig geeignet; dann lieber die Narrenfreiheit.

Selbst-Organisation oder Autopoesis sind zwar etwas sperrige Begriffe, sie bieten aber allerhand Möglichkeiten für neue .Perspektiven.

Querdenken bringt neue Qualitäten hervor, wobei Querdenker oft als Quälgeister gelten.

Reichtum entsteht aus der Verschiedenheit, und ...

... wer Sinnvolles beitragen will, wird nicht umhinkommen, dazu seine Sinne zu benutzen. Daher sollte das Spielen nie aufhören, denn das Spielen ist neben ...

... dem Träumen die Urkraft unserer schöpferischen Gestaltungsmöglichkeiten.

Unterricht war gestern,

... Lernen und Erkennen beruhen auf Vertrauen, Vorstellungskraft und Visionen.

Wanderer, es gibt keinen Weg, der Weg entsteht beim Gehen.

unbekannt!

Die Zukunft kann ruhig kommen, wenn wir die Gegenwart gut leben. (DER STANDARD, Family, 16.11.2013)

Der österreichische Filmemacher Erwin Wagenhofer (geboren 1961) realisierte 2005 seinen ersten Dokumentationsfilm: "We Feed the World". 2008 folgte sein "Let's Make Money". Nach den Themen Ernährungsindustrie und Geldwirtschaft stellte Wagenhofer jetzt seinen neuen Film "Alphabet" vor, der sich kritisch mit dem internationalen Bildungssystem auseinandersetzt

  • "Haltung kann man nicht unterrichten, Haltung muss man vorleben. Humor ist auch nicht falsch", sagt Filmemacher Erwin Wagenhofer.
    foto: cremer

    "Haltung kann man nicht unterrichten, Haltung muss man vorleben. Humor ist auch nicht falsch", sagt Filmemacher Erwin Wagenhofer.

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