Ekstatische Geburt eines Lebendbildes

13. November 2013, 18:07
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Wie der Körper die Beschränkungen des Rahmens verließ: Günter Brus in der Galerie Curtze

Wien - Es war in dem durch zahlreiche Aktionen legendär gewordenen feuchtkalten Perinetkeller, in dem Günter Brus 1965 - ähnlich wie bei seinem Wiener Spaziergang - selbst zum Bild werden wollte: Er kletterte in einen übermannshohen Rahmen, brach aber, die Leinwand zerfetzend, wieder daraus hervor.

Erst heuer, 2013, gab Brus der Aktion einen Namen: Selbstverstrickung. Das 13-teilige Portfolio ist nun in der Galerie Curtze gemeinsam mit Bilddichtungen der 1980er-Jahre zu sehen. Das Setting ist Rahmen für eine Lesung "zartbitterer Humoresken" aus Brus' neuestem Buch Essigsaure Tonerde. (kafe, DER STANDARD, 14.11.2013)

Es liest Schauspieler Bernd Jeschek, Donnerstag, 19.00

Bis 16. 11., Galerie Heike Curtze

Seilerstätte 15/16, 1010 Wien

Link

www.heikecurtze.com

 

  • Günter Brus' Aktion "Selbstverstrickung" (1965). 
    foto: ludwig hoffenreich

    Günter Brus' Aktion "Selbstverstrickung" (1965). 

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