Gletscherschmelze als Touristenattraktion in Peru

12. November 2013, 13:34
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Lange war der Pastoruri-Gletscher für Peru ein Touristenmagnet. Seit immer mehr Felsen zum Vorschein kommt, wird Gästen der Klimawandel hautnah gezeigt

Der Pastoruri-Gletscher liegt in der südlichen Cordillera Blanca in Peru und war lange Zeit ein Garant dafür, dass viele Besucher in diese Gegend kamen. Nun bekommen sowohl die Touristen als auch jene, die vom Interesse der Gäste leben zu spüren, was die Klimaveränderung für Auswirkungen hat.

Der Gletscher schrumpft. Und zwar mit atemberaubender Geschwindigkeit. Das ewige Eis mit Ablaufdatum im Huascarán National Park verschwindet. Es schmilzt wegen der steigenden Temperaturen. In den letzten 20 Jahren ist der Gletscher auf die Hälfte seinen ursprünglichen Volumens geschrumpft und was früher für Begeisterung unter den Besuchern sorgte, hinterlässt heute oft nur noch Enttäuschung und Trauer. 

Aber im Nationalpark Huascarán passt man sich bereits an das veränderte Klima und die damit einhergehenden Auswirkungen an. Nicht mehr die riesige Eisfläche ist die Attraktion, sondern das Schmelzen derselben. Mit der "Ruta del Cambio Climático" (Route des Klimawandels) will man den sterbenden Gletscher als Beispiel für die Auswirkungen des Kilmawandels präsentieren und hautnah erlebbar machen.

Mit Schildern wird der Rückgang des Eises markiert, eine Wanderroute führt zu den sichtbaren Zeichen der globalen Erwärmung. Der Pastoruri kann sich während der Wintermonate nicht mehr erholen, sein Verschwinden ist unausweichlich.

Im Huascarán Nationalpark, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, befinden sich 662 Gletscher, die alle langsam aber sicher verschwinden. Viele Tiere leben im Nationalpark, darunter Pumas, Vikunjas und Kondore.  (todt, derStandard.at, 12.08.2013)

  • Dem Pastoruri-Gletscher kann man beim Schmelzen zusehen.

    Dem Pastoruri-Gletscher kann man beim Schmelzen zusehen.

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Peru Tourismus
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