Apple Maps luchst Google 23 Millionen Nutzer ab

12. November 2013, 10:15
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In den USA soll Google Maps stark an den Rivalen verloren haben

Die vielen Fehler, mit denen Apples Kartenanwendung beim Start im Herbst 2012 zu kämpfen hatte, haben dem Unternehmen ein PR-Debakel beschert. Trotz "Mapocalypse" scheint sich Apple Maps nach über einem Jahr jedoch zum Erfolg für Apple gemausert zu haben. Google Maps soll alleine in den USA knapp 23 Millionen Nutzer an den Rivalen verloren haben. Das berichtet der Guardian unter Berufung auf aktuelle Zahlen des Marktforschers ComScore.

Seit iOS 6 nicht mehr vorinstalliert

War Google Maps bis Version 5 noch von Haus aus Teil des iOS-Paketes, hatte Apple die Anwendung mit dem Update auf iOS 6 entfernt und stattdessen das eigene Apple Maps eingeführt. Grund für den Rausschmiss soll die Entscheidung Googles gewesen sein, seine Turn-by-Turn-Navigation nicht oder nur gegen hohe Forderungen für iOS-Nutzer zur Verfügung zu stellen. Nur wenige Monate nach der Veröffentlichung von Apple Maps brachte Google seinen Dienst wieder in den App Store.

Nutzerschwund

Im September 2012 habe Google den ComScore-Zahlen zufolge noch 81 Millionen Maps-User verzeichnet. Bei den Zahlen handelt es sich nicht um offizielle Angaben von Google und Apple, sondern um die Ergebnisse regelmäßiger Umfragen der Marktforscher. Demnach haben im September 2013 in den USA 35 Millionen iPhone-Nutzer Apple Maps verwendet, im Vergleich zu 58,7 Millionen Google-Maps-Nutzern unter Android und iOS gemeinsam.

Zusätzliche Installation

Hintergrund für den Nutzerschwund dürfte vor allem sein, dass viele iPhone-Nutzer keine Notwendigkeit darin sehen zusätzlich zu Apple Maps auch Google Maps zu installieren. Apple Maps kann wie andere vorinstallierte Apple-Anwendungen auch nicht vom iPhone oder iPad gelöscht werden, sodass Nutzer mit Google Maps zwei relativ ähnliche Dienste auf ihren Geräten installiert hätten.

Wichtiger Datenkanal

Für Google bedeute der Nutzerrückgang den Verlust eines wichtigen Datenkanals, kommentiert CCS-Insight-Analyst die Situation gegenüber dem Guardian. Gesponserte Inhalte sind eine Einnahmequelle von Google. Zudem benötigen beide Unternehmen eine breite Nutzerbasis, um ihre Kartendienste weiter zu verbessern. Daten für andere Regionen liegen nicht vor. (red, derStandard.at, 12.11.2013)

  • Google Maps soll laut aktuellen ComScore-Zahlen einen empfindlichen Nutzerschwund verzeichnet haben.
    foto: google

    Google Maps soll laut aktuellen ComScore-Zahlen einen empfindlichen Nutzerschwund verzeichnet haben.

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