Weniger Aufträge für Österreichs KMU

11. November 2013, 11:49
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Heimische Unternehmen schätzen die Geschäftslage im heurigen Herbst deutlich schlechter ein als noch im Vorjahr

Wien - Der November-Blues ist auch bei Österreichs Klein- und Mittelbetriebe eingekehrt. Im heurigen Herbst schätzten sie ihre Geschäftslage deutlich schlechter ein als vor einem Jahr. Lediglich im Dienstleistungssektor zeigt das Klimabarometer nach oben. Im Handel und verarbeitenden Gewerbe hingegen sind die Werte schlechter. Besonders trüb ist die Stimmung in der Baubranche - eine Folge der Alpine-Pleite, wie Creditreform am Montag berichtete. Die Kreditschützer mussten ihr Barometer erneut nach unten korrigieren - auf den tiefsten Wert seit Herbst 2010.

Zum ersten Mal seit dem Krisenhöhepunkt war auch die Auftragsentwicklung, also der Saldo aus gestiegenen und gesunkenen Aufträgen, negativ: Jede vierte von insgesamt 1.700 befragten Firmen verzeichnete Rückgänge, vor allem Händler und Gewerbebetriebe.

Einbußen

Auch die Umsatzentwicklung hat sich weiter verschlechtert. Fast jedes vierte Unternehmen musste Einbußen hinnehmen (+4 Prozentpunkte), nur mehr jede dritte Firma erzielte mehr Erlöse (-4 Prozentpunkte).

Für die Zukunft sehen die heimischen KMU aber nicht schwarz. Vielmehr blieben die Erwartungen für die kommenden sechs Monate in etwa auf Vorjahresniveau, sowohl für die allgemeine Geschäftslage als auch für die Umsatzentwicklung. Bei den Aufträgen sind sie sogar optimistischer als vor einem Jahr. Jedes fünfte KMU erwartet mehr Order. (APA, 11.11.2013)

  • Die Gemütslage unter den österreichischen KMU war schon einmal besser.
    foto: dpa/hildenbrandt

    Die Gemütslage unter den österreichischen KMU war schon einmal besser.

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