Erfurter "Tatort" mit Medienpreis "Saure Gurke" ausgezeichnet

11. November 2013, 10:41
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Negativpreis der Medienfrauen für frauenfeindliche, öffentlich-rechtlich produzierte Fernsehbeiträge

Mit der Welle an negativer Kritik für die Erstausstrahlung des neuen "Tatort" scheint für den MDR noch nicht alles ausgestanden zu sein. Zur Krönung bekam die am 3. November 2013 ausgestrahlte Folge "Kalter Engel" nun auch noch den Medienpreis "Saure Gurke" verliehen, der seit 1980 im Rahmen des Medienfrauentreffens von ARD, ZDF, ORF und dem SRF für frauenfeindliche, öffentlich-rechtlich produzierte Fernsehbeiträge vergeben wird.

Als Begründung verwies die Jury auf die im Drehbuch angelegten Frauenrollen, "die man in 40 Jahren Tatort kennen und lieben gelernt hat: die Heilige, die Hure, die herrische Vorgesetzte und ein Mordopfer, das selbst schuld ist." Der MDR zeigte sich in ersten Reaktion erstaunt und meinte, dass sich den Medienfrauen wohl einfach das Drehbuch nicht erschlossen hätte. Die angeprangerte Frauenfeinlichkeit könne man beim Sender nicht nachvollziehen. (red, derStandard.at, 11.11.2013)

  • Das neue "Tatort"-Team aus Erfurt traf bisher auf wenig Gegenliebe.
    foto: orf/ard/marcus goldhahn

    Das neue "Tatort"-Team aus Erfurt traf bisher auf wenig Gegenliebe.

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