Lehrlingen stehen alle Türen offen

11. November 2013, 10:20
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Bankkauffrau/mann ist für viele der Wunschberuf. Die Erste Bank bildet Lehrlinge aus. Bewerbungen gibt es sehr viele, doch nur wenige bringen die Kompetenzen mit

Mit der Unterschrift unter dem Lehrvertrag bekommen Lehrlinge der Erste Bank Sparkasse auch ein umfangreiches Zusatzpaket. Von der Möglichkeit zu Einzelcoaching und psychologischer Betreuung über einen eigenen Laptop bis zu speziellen Lehrlingswochenenden reicht das Angebot.

Kein Wunder also, dass die Bank für Lehrstellensuchende besonders attraktiv ist. "Rund 1500 Lehrlinge bewerben sich jährlich bei uns", sagt Birgit Payer, Leiterin Recruiting und Placement der Erste Bank Sparkasse. Rund 30 davon werden aufgenommen. "Wir haben als Bank das Glück, dass wir die besten Bewerber bekommen, und nur ganz wenige sind darunter, die überhaupt keinen Plan haben", so Payer.

Nichtsdestotrotz werde es auch für die Erste Bank immer schwieriger, passende Lehrlinge zu finden. Es werde den Lehrlingen während der Ausbildung zwar viel geboten, aber auch die Ansprüche an die Auszubildenden sind hoch. "Die Lehrlinge sollen später Kunden betreuen und ihnen bei allen finanziellen Angelegenheiten weiterhelfen können, dafür braucht es ausgeprägte soziale und kommunikative Kompetenzen", ergänzt Payer.

Berufsausbildungsgesetz

In den letzten Jahren habe die Bank daher auch Absolventen der dreijährigen Handelsschule (HAS) als Lehrlinge aufgenommen, die das gleiche Programm zu absolvieren hatten wie Lehrlinge mit Pflichtschulabschluss. Mit der Änderung im Berufsausbildungsgesetz im April dieses Jahres müssen HAS-Absolventen zwei volle Lehrjahre angerechnet werden, erklärt Payer. Aber nur ein Lehrjahr reiche trotz Handelsschulabschluss für den Beruf der Bankkauffrau/mann nicht aus. "Für die Erste Bank heißt das, dass eine tolle Möglichkeit zum Rekrutieren wegfällt, und für HAS-Absolventen wird es immer schwieriger, einen Job zu finden", merkt Payer an.

Nach der Lehre würde es aber keine Grenzen geben, in welche Richtung man sich weiterentwickeln möchte. "Es gibt nichts, wohin Lehrlinge nicht gehen könnten", sagt Payer. Immer mehr würden auch die Möglichkeit der Matura mit Lehre nutzen. Noch vor Arbeitsbeginn werde diese Option auch den Eltern vorgeschlagen. Rund 40 Prozent machen mittlerweile neben der Lehre auch die Matura. Und trotz zusätzlichen Lernaufwands würden auch alle bis zum Schluss dranbleiben. "Man muss die Lehrlinge sogar ein bisschen bremsen, weil sie sich für den Matura-Abschluss zu viel vornehmen", so Payer. Und die, die gut sind, wählen danach häufig ein Fachhochschulstudium. Die Lehre in einer Bank sei sicherlich eine gute Basis.

Seit rund 14 Jahren bildet die Erste Bank wieder Lehrlinge aus. Das Zusatzpaket sei durch Beobachtungen entstanden, was Jugendliche neben ihrer fachlichen Ausbildung noch brauchen könnten. Ganz wichtig bei der Ausbildung sei es, Lehrlingen die Möglichkeit zu geben, herauszufinden, wer sie sind und was sie wollen. "Mit 15 Jahren erlebt man die spannendste, aber auch die anstrengendste Zeit", sagt Payer. (Gudrun Ostermann, DER STANDARD, 9./10.11.2013)

  • Birgit Payer leitet Recruiting und Placement der Erste Bank Sparkasse.
    foto: erste bank

    Birgit Payer leitet Recruiting und Placement der Erste Bank Sparkasse.

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