arkOS: Raspberry-Pi-Server soll Google-Services ersetzen

11. November 2013, 10:04
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23-Jähriger hat ambitionierten Plan mit eigenem Betriebssystem

Als Google ankündigte, den beliebten RSS-Feedreader "Google Reader" einzustellen, ist der 23-jährige Jacob Cook aktiv geworden. Er hat sich dazu entschlossen, ein Betriebssystem zu entwickeln, das jedermann verwenden kann, um jeden beliebigen Google-Service zu ersetzen. Auch Dienste anderer Cloud-Unternehmen sollen damit ersetzt werden können.

Privater Server

Das Betriebssystem arkOS soll dazu eingesetzt werden, all diese Services auf einem sicheren, privaten Server laufen zu lassen. Dieser Server ist nichts anderes als das kleine kosteneffiziente Tool Raspberry Pi.

Noch in frühem Stadium

Wie VentureBeat berichtet, macht es Cook vor allem Sorgen, dass Google Dienste abdreht, die für das Unternehmen nicht profitabel genug zu sein scheinen. Das Linux-basierte Serverbetriebssystem arkOS wurde vollständig von Cook entwickelt, auch die Open-Source-App Genesis, die ein Web-Interface bietet, mit dem die verschiedenen Services, die auf dem Server laufen, gesteuert werden können. arkOS als auch Genesis stehen zum Download bereit und können individuell installiert werden. Da sich das Projekt allerdings noch in einem sehr frühen Stadium befindet, sollte es laut Cook noch nicht für "ernsthafte Anwendungen" angedacht werden.

What is arkOS? from The CitizenWeb Project on Vimeo.

Crowdfunding

Für arkOS läuft im Moment eine Crowdfunding-Kampagne. Das Ziel sind 45.000 Dollar, fast 10.000 Dollar wurden bereits am ersten Tag eingenommen. Als Organisations-Dachorganisation für das Projekt hat Cook das CitizenWeb Project ins Leben gerufen.

Sicherheit

Neben der Unzuverlässigkeit von Services von Google, AOL, Facebook oder anderen Anbietern soll auch das Thema Sicherheit Cook angespornt haben. Es sei beängstigend, dass die NSA und seine globalen Pendants freie Hand in den Netzwerken hätten. Deshalb sei es gut, die Nutzer aus diesen Netzwerken zu holen und ihnen eigene selbst gehostete Knoten zu ermöglichen. Das Datensammeln wird so zur Herausforderung.

Ab März 2014

In Zukunft sollen arkOS-Nutzer das Gerät einfach an einen Ethernet-Port stecken und so ihre eigenen Cloud-Dienste hosten. Website-Hosting, Chat, E-Mail und noch vieles mehr sollen dann bei den Nutzern selbst beheimatet sein. Bis März 2014 hofft Cook, soll das Framework stabil genug sein, um richtig genutzt werden zu können. Danach sollen neue Features nach und nach hinzugefügt werden. (red, derStandard.at, 11.11.2013)

  • arkOS ist ein Server-Betriebssystem, das für den Raspberry Pi optimiert wurde
    foto: arkos

    arkOS ist ein Server-Betriebssystem, das für den Raspberry Pi optimiert wurde

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