Vea Kaisers Liebe zu den Kästchen: Sudoku-WM

Reportage8. November 2013, 17:59
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Die Zahl der Sudokus, die ich in meinem Leben versuchte, lässt sich an zwei Händen abzählen - Die Zahl derer, die ich löste, an einer - Trotzdem flog ich zur achten Sudoku-Weltmeisterschaft - als Spielerin

Angefangen hatte alles mit einer Schreibblockade. Ich kam mit der Arbeit an meinem zweiten Roman nicht voran, weil ich den Helden der Geschichte nicht fassen konnte. Irgendwann verstand ich jedoch, wer er war: ein Koch mit einer absurden Liebe für Sudokus, Kakuros, Rätsel jeder Art. Aber was bedeutet das, nach solchen Rätseln süchtig zu sein? Ich begann zu recherchieren und erfuhr, dass es Weltmeisterschaften in Sudoku gibt, was mir als der ideale Ort zur Recherche erschien.

Über fünf Ecken lernte ich Stefan Leopoldseder kennen, der schon einige Male bei Sudoku-WMs gestartet war. Ich traf ihn an einem heißen Sommertag, er hatte mir WM-Rätsel mitgebracht, und mir fielen die Augen raus. Bis dato war ich naiv genug zu glauben, Sudoku habe klare Regeln: drei mal drei Boxen mit jeweils neun Kästchen, in die alle Ziffern von eins bis neun so eingetragen werden müssen, dass in keiner Box, keiner Zeile, keiner Spalte eine Ziffer doppelt vorkommt. Stefan erklärte mir, dass sei nur die Basisvariante. Bei der WM werden circa 60 verschiedene Typen von Sudoku gespielt: Killer-Sudoku, Jigsaw-Sudoku, Chess-Sudoku, Anti-Chess-Sudoku...

Unlösbare Rätsel

Eigentlich wollte ich als Zuschauerin nach Peking fahren, doch Stefan ist als Mathematiklehrer geübt im Mutmachen: "Antreten ist lustiger! Aus Österreich fährt heuer eh keiner. Irgendwer wird schon schlechter sein als du." Österreich hat begabte und leidenschaftliche Soduku-Spieler. Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es aber keinen Verein, keine Liga, die diese Passion bündelt oder Vorausscheide organisiert - weswegen jeder Österreicher als Individual Player antreten kann.

Plötzlich saß ich Neugierdsnase im Flugzeug und verzweifelte an den Regeln für ISO-Sudoku. Irgendwo über Russland wurde mir mulmig. Über der Mongolei tippte mir die Stewardess auf die Schulter. Ich hatte sie gefragt, ob sie herausfinden könne, wie Österreich beim entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden gespielt hätte.

Auf Höhe von Ulan-Bator flüsterte sie: "Wir haben 2:1 verloren." Für mich als Fußballfan ist das bitter, in diesem speziellen Moment hatte die Nachricht etwas Erleichterndes: Anders als unsere Fußballer würde ich bei einer WM dabei sein. Das dachte ich, und das beruhigte mich ein bisschen.

Die Soduku-WM ist ein junger Wettkampf; Statuen ändern sich ständig, doch das war bei keinem Bewerb anders - der Marathon-Olympiasieger 1896 verdankte seinem Triumph der Tatsache, dass zwei Konkurrenten aufgeben mussten, weil sie während des Rennens ausschließlich Alkohol getrunken hatten. Im Vorfeld hörte ich davon, dass bei vergangenen WMs zu wenig Quartiere für die Spieler bereitstanden, Teilnehmer am Flughafen vergessen wurden oder - und das ist in der Sudoku-Welt das Schlimmste - aufgrund von Erstellungsfehlern unlösbare Rätsel ausgeteilt wurden.

30 ehrenamtliche Helfer mehr

China nahm seine Aufgabe, die WM zu organisieren, ernst. Ausgetragen wurde sie im "Château Laffitte", einer perfekten Kopie eines französischen Barock-Schlosses, dessen einziger chinesischer Touch die vorbeifahrenden, überladenen Fahrräder waren. Alle, die länger dabei waren, staunten über die perfekte Organisation.

Ein polnischer Sudoku-Spieler behauptete, dass es 30 ehrenamtliche Helfer mehr als Teilnehmer gäbe. 164 Teilnehmer aus 34 Nationen zählte die achte Sudoku-WM, zum ersten Mal ein Drittel weiblich. Gill Galati, ein Sponsor aus Israel, meinte: "Mehr Mensa-Mitglieder an einem Ort findest du nur bei der Mensa-Jahreshauptversammlung."

Ich hatte mir die Weltmeisterschaft als harten Bewerb vorgestellt, doch die Atmosphäre ähnelte einem Schulskikurs, das offizielle Programm begann mit Sightseeing. Beim Aufstieg zur Großen Mauer entdeckte ich einen schwarzhaarigen, jüngeren Mann im Gebüsch sitzen, der sich atemlos an seine Sudoku-WM-Tasche klammerte und bleich im Gesicht war, als hätte er die Geister wilder Hunnenkrieger gesehen.

Ob alles okay sei, fragte ich ihn, und dem Lungeninfarkt nahe zuckte er mit den Schultern, er sei so viel Bewegung nicht gewohnt, wollte aber unbedingt zu Fuß gehen, weil ihn der schmale Weg an Fantasy-Games erinnerte. Ich gab ihm meine Wasserflasche und schleppte ihn auf meiner Schulter gestützt nach oben. 

Eine eingefleischte Gemeinschaft

Wir wären etwas schneller angekommen, hätte er nicht andauernd gequatscht. Ich hatte soeben Byron Calver aus Kanada kennengelernt, einen der legendärsten Sudoku-Spieler des Planeten, und Byron ist unter anderem dafür bekannt, den Mund niemals zu schließen, es sei denn, er löst Sudoku, doch auch das kommentiert er: "Oh, das ist ein wundervolles Rätsel", und "Ach, du kleine harte Reihe".

Byron entdeckte seine Liebe zu Rätseln im Kindergartenalter, qualifizierte sich bereits mit 15 Jahren für jene Championships, die vor der ersten WM 2006 abgehalten wurden, und belegte auf Anhieb Platz fünf. Mittlerweile ist Byron 29, und als wir wieder im Bus saßen, seufzte er: "Ich fürchte, ich werde zu alt. Meine geistige Kraft lässt nach."

Byron zählte zu den Top-Sudoku-Spielern der Welt und war die große Hoffnung der Kanadier. Nicht nur bei Weltmeisterschaften, sondern auch in den permanenten Onlinebewerben, wo sich die Elite konstant misst. Die Welt der Sudoku-Spieler ist eine eingefleischte Gemeinschaft.

Am Anreisetag sah ich Menschen, die sich in die Arme fielen, vertrautes Lachen, das nur diejenigen hervorbringen, die sich lange nicht mehr gesehen haben, aber innig aus Foren und Chatrooms kennen. "Das Beste daran, dass die WM 2014 im August in London stattfindet, ist, dass wir nur zehn Monate warten müssen, bis wir uns alle wiedersehen", sagte Aga aus Polen.

Nur nicht Letzte werden

Byron hatte vor zwei Jahren ein Sudoku-Burnout. Er hatte so hart trainiert, doch es reichte nicht für die Top Ten: "Im Flugzeug zurück nach Saskatoon nahm ich mein Sudoku-Buch heraus, aber ich konnte nicht mehr. Mir war egal, wo welche Ziffer stand. Ich hatte keine Lust mehr." Die nächste WM fand ohne Byron statt, doch die Liebe zum Einsetzen von Ziffern in Kästchen kehrte zurück. "Irgendwann machte es mir wieder Spaß, und nun will ich wissen, ob ich es noch kann."

Ich versuchte Byron zu ermutigen. Dreißig sei doch kein Alter, sagte ich, doch meine Worte waren egal. Byron wollte bei dieser WM niemandem etwas beweisen - außer sich selbst. Mit diesem Ansatz war er nicht der Einzige, wie ich bald merkte. Realistisch gesehen beschränkte sich die Zahl der Favoriten für die Top Five auf zwei Dutzend Spieler. Schließlich gibt es nicht nur jedes Jahr eine WM, sondern die bereits erwähnten Onlinewettbewerbe.

Für die meisten, die hier herkamen, geht es darum, sich selbst etwas zu zeigen. Jeder hat sein eigenes Ziel, Top 30, Top 100, Mittelfeld - ich für meinen Teil hatte das ehrgeizige Ziel, nicht Letzte zu werden. Anders als beim Hürdenlauf sieht man nicht, wie schnell die anderen sind. Die Vorausscheidung wird in neun Runden abgehalten, jeder bekommt ein Heft voller Sudoku, deren jeweilige Punktezahl angegeben ist. Es geht darum, möglichst viele Punkte zu erreichen, und wer vor Ablauf der Stoppuhr fertig wird, bekommt Extrapunkte.

Zack-bum! Dahin war die Angst

Der Wettbewerbssaal ist riesig, die Sitzordnung gelost. Alle sind energisch über ihren Rätselbogen gebeugt, doch ob das Umblättern bedeutet, dass ein Rätsel schon gelöst wurde oder strategisch mit einem anderen begonnen wird, weiß man nicht, geschweige denn, ob ein gelöstes Rätsel des anderen überhaupt richtig ist.

Ich hatte mir vorgenommen, möglichst viel von der Atmosphäre einzusaugen, die Rätsler zu beobachten, doch als der Eröffnungsgong ertönte, konnte ich plötzlich nur mehr meinen eigenen Rätselbogen anschauen. Ich hatte großes Glück, die ersten Sudokus waren wirklich einfach, 4 x 4, 6 x 6, wie aus einem Kinderrätselheft, und plötzlich hatte ich eines gelöst, kontrollierte es doppelt so lange, und zack-bum! Dahin war die Angst, nach Hause fahren zu müssen, ohne ein einziges Rätsel gelöst zu haben.

Doch dann beging ich zwei Fehler; erstens hatte ich noch nie 8-x-8-Rätsel gelöst und versuchte es trotzdem, anstatt zu den bekannten 9 x 9 zu blättern. Dann der nächste Fehler, irgendeine Ziffer war falsch, was an sich nicht der Fehler war, sondern dass ich versuchte, den Fehler zu finden.

Wie Fußballer in der Halbzeit

"Versuche niemals ein Rätsel zu korrigieren. Wenn du merkst, da ist der Wurm drin, aber du siehst ihn nicht auf den ersten Blick, sofort weiter" , erklärte mir Markus Roth vom Schweizer Team nach der ersten Runde, und fügte hinzu: "Wieso hast du dich überhaupt mit den einfachen Rätseln aufgehalten? Besser man fängt mit denen an, die mehr Punkte bringen." Nur wenige Leute verbrachten die Pause im riesigen Hof der Château-Kopie.

Es war einer der wenigen sonnig-klaren Tage in Peking, angenehm warm für Mitte Oktober, und ich war überrascht, dass die meisten Teilnehmer im stickigen, abgedunkelten Saal unter den riesigen Kronleuchtern blieben und die Pausen mit Gameboys, PSPs, Brettspielen und noch mehr Rätseln überbrückten. Ein bisschen wie Fußballer, die in der Halbzeit Runden auf dem Platz drehen. Doch an den Abenden, beim Mittagessen und generell in jeder freien Minute war die Hauptbeschäftigung zu spielen. Einige Leute mussten sicher ordentlich Übergepäck gehabt haben, anders kann ich mir diese Menge an Brettspielen schwer erklären.

In der zweiten Runde ging es um Sudoku-Varationen; Killer-Sudoku, wo man nur die Summe der Kästchen weiß, Ring-Sudoku, wo die Kästchen in Form eines Kreises angeordnet sind, Odd-Even-Sudoku, wo angegeben ist, ob eine gerade, ungerade, große oder kleine Ziffer in die Kästchen eingetragen werden muss, und etliche weitere Varianten, deren Regeln ich heute noch nicht verstehe.

Starren auf ein Sudoku

So ging das neun Runden lang weiter; die Regeln wurden immer kreativer, die Rätsel immer schwerer, mein Kopf immer voller, und in der Nacht hatte ich den seltsamen Traum, plötzlich voller Zahlen tätowiert und in einem Raum voller Raster und Gitter gefangen zu sein. Letztendlich verstand ich, dass es bei der WM vor allem darum geht, sich selbst einschätzen zu können.

Nur die wenigsten können alle Rätsel lösen, viel mehr zählt zu wissen, welcher Sudoku-Typ einem liegt, einzuschätzen, wann einem ein Rätsel zu schwer ist und man sich besser einem anderen widmet, den Moment abschätzen zu können, wann man aufgibt oder wann man sich durchbeißt.

"Ich hab es versemmelt", sagte Byron nach der letzten Runde, und so sehr ich ihm die Daumen gedrückt und mir gewünscht hatte, dass er es zurück an die Weltspitze schafft, er hatte es leider wirklich versemmelt.

Niederlage

Auch für mich endete der Bewerb mit einer Niederlage: ich wurde zwar nicht Letzte, doch ich verfehlte mein heimliches zweites Ziel, und zwar besser zu sein als ein siebenjähriger Philippine, der zwei Tische weiter saß und von seiner Mutter die Nase geputzt bekam. Aber das ist nicht schlimm, ich rede mir ein, dass er eines Tages den Nobelpreis gewinnen wird, der geniale kleine Zwerg.

Im Finale kam Bewegung in die Weltmeisterschaft. Die besten zehn aus dem allgemeinen Bewerb nahmen an zehn Tischen Platz, vor welchen weitere Tische standen, doch pro Reihe wurden sie wie beim Sesseltanz weniger.

Wer ein Sudoku richtig löste, durfte vorrücken. Und endlich lag Spannung in der Luft, endlich hatte ich das Gefühl, bei einem richtigen Wettkampf zu sein, der auch sehr dramatisch verlief. Nach dem allgemeinen Bewerb führte Tiit Vunk aus Estland, startete mit viel Zeitvorsprung, doch er brauchte zu lang für die ersten Rätsel: Als er fertig war, war die dritte Reihe bereits besetzt. Die Enttäuschung in seinem Gesicht, als er aufblickte und realisierte, sitzen bleiben zu müssen, kann mit Worten nicht beschrieben werden.

Wie ein Maler Distanz zum Whiteboard

Im Finale wurden die Karten eben neu gemischt. Am Ende waren nur noch zwei Spieler übrig: Kota Morinishi aus Japan und Jin Ce aus China mussten zum Kampf um den ersten Platz antreten und auf großen Whiteboards fünf Sudoku vor Publikum lösen. Die erste Runde ging an Kota, die zweite an Jin, die dritte an Kota, die vierte an Jin, und ich staunte, wie verschieden die Strategien der beiden waren.

Jin schrieb unermüdlich Möglichkeiten klein in die Kästchenecke, hier eine Zwei oder Vier, hier eine Fünf oder Sechs, während Kota wie ein Maler Distanz zum Whiteboard behielt. Er starrte auf das Sudoku, hin und wieder trug er mit ausgestrecktem Arm eine Ziffer ein, doch plötzlich legte er los und beschrieb die leeren Kästchen schneller, als ich schauen konnte.

Dann kam das fünfte und letzte Rätsel. Ich gestehe, ich hoffte auf den verwuschelten kleinen Kota, der ständig den linken Arm anwinkelte wie ein Brathähnchen, und meine Sympathie gehörte ihm nicht nur deshalb, weil er zu jeder Uhrzeit so aussieht, als wäre er gerade erst aus dem Bett gefallen, sondern weil es mich faszinierte, wie man durch bloßes Starren auf ein Sudoku zur Lösung kommen kann.

Das fünfte und letzte Rätsel

Jin Ce begann das fünfte Rätsel auszufüllen, Kota starrte es an, und plötzlich legte er los: vier, sieben, sieben, acht, meine Augen kamen nicht mehr mit, Jin Ce fehlten noch vier Kästchen, Kota sechs Kästchen, und plötzlich war Jin Ce fertig - zwei Sekunden vor Kota.

Jin drehte sich um, seine Miene war ausdruckslos wie die eines Kriegers aus der Ming-Dynastie, der Saal hielt die Luft an, die Schiedsrichterin kontrollierte seine Lösung, nickte, und nun stand fest: Jin Ce, 16 Jahre alt, mit seinen feinen Barthaaren noch im Wachstum, ist der neue Weltmeister.

Und dann sah ich nichts mehr: aus dem Erdboden schossen gefühlte 100 Fotografen und mindestens 50 Kamerateams. Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass die Außenwelt in den bis dahin völlig abgeschotteten Bewerb gedrungen war. Blitzlichter gleißten, Zuschauer jubelten, junge Chinesinnen kreischten. Der Gastgeber stellte den Weltmeister, und als ich mit dem deutschen Team, das eines der schlechtesten Ergebnisse seiner Geschichte einfuhr, nach draußen flüchtete, sagte jemand: "Das ist ja wie bei den Olympischen Spielen!"

Es gibt Wodka für alle

Der Vergleich war nicht weit hergeholt. China hatte nicht nur den größten Aufwand in der Geschichte der Sudoku-WM betrieben, um diese möglichst beeindruckend auszurichten, China hatte sich auch große Mühe gegeben, mit einer starken Mannschaft anzureisen. In allen Provinzen hatten Sudoku-Bewerbe stattgefunden, um die verborgenen Talente aufzuspüren. In ausgewählten Schulen waren Sudoku-Klassen angeboten worden, und die Teilnehmer hatten spezielle Trainings bekommen, wie ich es von keinem anderen Team gehört hätte.

Der fünftplazierte Chinese, Sun Cheran, war kaum 14 Jahre alt. In der Teamwertung siegte China vor Tschechien und Japan, doch was mich am meisten freute, irgendwie waren alle glücklich und hatten ihren Spaß, sei es beim Rätseln, sei es beim Spielen diverser Spiele, sei es beim lockeren Plaudern, sei es beim Karaokesingen, sei es im Hotelzimmer der polnischen Mannschaft, vor dem jeden Abend ein Schild hing: "Es gibt Wodka, alle willkommen."

"Es geht nicht nur um die Resultate, es geht vor allem um das Zusammensein, um den gemeinsamen Spaß am Rätseln", sagte Byron, bevor er mir die von ihm komponierte Sudoku-Hymne vorsang: "Sudoku! I am so glad i got to know you, and all the places that we'd go to, i travel far for my Sudoku!"

Gemeinsam mit Stefan Heine, Deutschlands Rätselmacher Nummer eins und Coach unseres Nachbarteams, überlegte ich lange, was es eigentlich ist, das die Menschheit so sehr am Rätseln fasziniert. "Der Mensch wollte schon immer wissen, was sich hinter dem Wald befindet. Die Lust am Rätseln unterscheidet uns von den Tieren", sagte Stefan zu mir, doch ich musste widersprechen. Ich glaube, uns fasziniert es, Probleme zu lösen - vor allem, wenn wir wissen, dass es für diese Probleme auch eine Lösung gibt. (Vea Kaiser, DER STANDARD, 9.11.2013)

Zur Person

Vea Kaiser, geb. 1988 in St. Pölten, ist eine österreichische Schriftstellerin. Ein Jahr lang studierte sie Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Seit 2007 studiert sie Klassische und Deutsche Philologie an der Universität Wien. Ihr vielbeachteter Debütroman "Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam" erschien 2012 im Verlag Kiepenheuer & Witsch. Für ihre belletristischen Arbeiten erhielt sie schon zahlreiche Stipendien und Preise.

  • Denken in Raster und Gitter: Bei einer WM geht es darum, sich selbst einschätzen zu können...
    foto: reuters/russell boyce

    Denken in Raster und Gitter: Bei einer WM geht es darum, sich selbst einschätzen zu können...

  • ... Nur die wenigsten können alle Rätsel lösen
    foto: der standard

    ... Nur die wenigsten können alle Rätsel lösen

  • Vea Kaiser ist eine österreichische Schriftstellerin. Ihr Debütroman "Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam" erschien 2012 im Verlag Kiepenheuer & Witsch.
    foto: der standard/christian fischer

    Vea Kaiser ist eine österreichische Schriftstellerin. Ihr Debütroman "Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam" erschien 2012 im Verlag Kiepenheuer & Witsch.

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